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Madeleine Schickedanz.

Quelle-Erbin Schickedanz räumt Fehler ein

Berlin - Die Quelle-Erbin und Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz hat eine Mitschuld an der Krise des Unternehmens eingeräumt.

“Ich habe viel zu spät gemerkt, dass ich die Kontrolle verloren habe“, erklärte sie in einem Interview mit “Bild.de“. Sie hätte schon viel früher Themen wie Versandhandel per Internet und die Zukunft der Kaufhäuser angehen müssen. “Das mache ich mir zum Vorwurf. Doch die Fehler im operativen Geschäft verantworte ich nicht, dafür gab und gibt es ein Management“, sagte sie dem Onlinedienst der “Bild“-Zeitung.

Inzwischen habe sie leider keinen direkten Einfluss mehr. “Retten können es die Mitarbeiter mit den zuständigen Insolvenzverwaltern und Managern. Retten können uns die Kunden, wenn sie uns die Treue halten“, sagte sie. Schickedanz hält über einen Pool einen Anteil von 26,7 Prozent an Arcandor und ist damit größte Einzelaktionärin vor den Gesellschaftern des Bankhauses Sal. Oppenheim.

Wegen der Schieflage der Quelle-Mutter Arcandor habe sie inzwischen viel Geld verloren, berichtete sie. In besten Zeiten habe ihr Karstadt/Quelle-Aktienpaket einen Wert von rund drei Milliarden Euro betragen. “Heute sind es gerade noch 27 Millionen Euro. Auf dem Papier haben wir drei Milliarden Euro verloren“, sagte die 65 Jahre alte Quelle-Erbin. Hinzukämen 170 Millionen Euro Verlust aus ihrem Privatvermögen für eine Kapitalerhöhung bei Arcandor im Jahr 2004 “und noch ein zusätzlicher dreistelliger Millionenbetrag, um das Unternehmen danach zu stabilisieren“.

Sollte die Rettung von Arcandor scheitern und die Bankkredite fällig werden, drohe ihr der Verlust ihres gesamten Privatvermögens - “Häuser und Aktien auch Beteiligungen an anderen Firmen“. Schließlich hafte sie mit ihrem gesamten Vermögen und den Immobilien, die auf ihren Namen eingetragen seien. Wer meine, sie gehöre trotz der Krise zu den Spurerreichen übersehe, dass sie nicht abgesichert sei. Sie habe daher begonnen, sich finanziell einzuschränken.

dpa

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