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Arcandor will unvermindert in allen Geschäftsbereichen weiterarbeiten.

Arcandor will in allen Bereichen weiterarbeiten

Essen - Das Handels- und Touristikunternehmen Arcandor will unvermindert in allen Geschäftsbereichen weiterarbeiten.

“Das operative Geschäft bleibt in vollem Umfang erhalten“, sagte Sprecher Gerd Koslowski am Montag in Essen . Für Kunden gebe es keine Einschränkungen.

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Auch Lieferamten und die Gehälter der Beschäftigten würden bezahlt. Für die 43.000 von den Insolvenzanträgen betroffenen Mitarbeiter werde bis August die Bundesagentur für Arbeit Insolvenzgeld zahlen. “Angesichts kurzfristig fällig werdender Darlehen in Höhe von 710 Millionen Euro drohte die Zahlungsunfähigkeit“, sagte Koslowski. Nachdem staatliche Hilfe abgelehnt und die geforderte Verbesserung des Antrags nicht erreichbar gewesen sei, habe das Unternehmen Insolvenzanträge für Arcandor sowie die Töchter Primondo, Karstadt Warenhaus und Quelle gestellt.

Unberührt vom Insolvenzverfahren bleiben die Thomas Cook Group , die Spezialversender der Primondo-Gruppe sowie der Homeshopping-Sender HSE 24.

Das Unternehmen wolle sich jetzt über das Insolvenzverfahren sanieren und den Fortbestand sichern, sagte Koslowksi. Die Haupteigentümer würden sich unverändert zum Fortbestand des Unternehmens bekennen.

Die Metro-Group bekräftigte ihr Gesprächsangebot zur Zusammenführung von Karstadt und Kaufhof. “An unserem Konzept zur Übernahme von etwa 60 Karstadt-Standorten und damit zur Rettung der großen Mehrheit der Arbeitsplätze halten wir unverändert fest“, erklärte ein Sprecher.

Vorstandschef Karl-Gerhard Eick dankte den Mitarbeitern laut einer Mitteilung: “Wir werden auch im Rahmen des Insolvenzverfahrens darum kämpfen, möglichst viele Arbeitsplätze und Standorte zu erhalten sowie die wertvollen deutschen Traditionsmarken in eine gute Zukunft zu führen.“ Einzelheiten wollte Eick am Nachmittag auf einer Pressekonferenz mitteilen.

dpa

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