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Derzeit gibt es rund 6000 Areva-Stellen in Deutschland.

Areva-Betriebsrat wehrt sich

Erlangen - Nach dem angekündigten Stellenabbau beim französischen Atomkonzern Areva haben sich die Arbeitnehmervertreter in Deutschland gegen vermeidbare Kürzungen gewandt.

“Ein politisch akzentuierter und überzogener Abbau wird nicht akzeptiert“, hieß es in einer Mitteilung des Konzernbetriebsrats. Hintergrund ist der Eindruck, dass die Standorte in Frankreich mit Blick auf den Präsidentschaftswahlkampf im Frühjahr geschont werden und die Einschnitte überproportional zulasten der deutschen Beschäftigten gehen. Der Weltmarktführer im Atomgeschäft wird zu 87 Prozent vom französischen Staat kontrolliert.

Unvermeidbare Anpassungen an die veränderte Lage nach dem deutschen Atomausstieg müssten sozialverträglich gestaltet werden, forderte der deutsche Konzernbetriebsrat weiter. “Betriebsbedingte Kündigungen darf es nicht geben.“ Dies hatte auch die Unternehmensleitung in der Erlanger Zentrale als Ziel ausgegeben, nachdem Konzernchef Luc Oursel am Dienstag in Paris den Abbau von 1200 bis 1500 der rund 6000 Stellen in Deutschland vorgegeben hatte. In Frankreich sollen mittels Einstellungsstopp einige hundert Stellen wegfallen. Zusammen mit Investitionskürzungen soll auf diese Weise bis 2015 jährlich eine Milliarde Euro eingespart werden.

Die Arbeitnehmervertreter wollen den Plan mit seinen Auswirkungen auf die deutsche Areva NP GmbH und ihre Tochtergesellschaften nun “sehr kritisch“ überprüfen und auch ein externes Gutachten zur aktuellen und zukünftigen Situation anfordern.

dpa

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