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Die Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island hat die Luftfahrtindustrie nach EU-Angaben 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro gekostet.

Aschewolke kostet bis zu 2,5 Milliarden Euro

Brüssel - Die Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island hat die Luftfahrtindustrie nach EU-Angaben 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro gekostet.

Eingerechnet seien Ausfälle bei Airlines, Flughäfen und Reiseveranstaltern, sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas am Dienstag in Brüssel. Er kündigte zudem ein Maßnahmenpaket an, um der betroffenen Industrie durch die Krise zu helfen. Kallas schlug kurzfristige Maßnahmen vor: Die Öffnung von Slots, die während der Krise nicht genutzt werden sowie eine befristete Aufhebung von Nachtflugverboten, um festsitzende Passagiere schnell abzuholen. Zudem sollten Fluggesellschaften mit akuten Bargeldproblemen die Abgaben erlassen werden, die sie für die Flugkontrolle zahlen. In Hinblick auf mögliche Beihilfen von Staaten für Airlines in Schwierigkeiten stellte Kallas ein rasches Genehmigungsverfahren in Aussicht. Die außergewöhnlichen Umstände “könnten Beihilfen für erlittene Ausfälle rechtfertigen“. Jede staatliche Hilfe dürfe jedoch den Wettbewerb nicht verzerren und müsse die EU-Regeln einhalten.

Vulkanasche legt Flugverkehr in Europa lahm

Vulkanasche legt Flugverkehr in Europa lahm

Die Schließung desLuftraums über Europa hatte vor anderthalb Wochen zum Ausfall von mehr als 100.000 Flügen geführt, zehn Millionen Passagiere waren rund um den Globus gestrandet. Um über Notfallmaßnahmen und eine Vereinheitlichung des europäischen Luftverkehrs zur besseren Krisenbewältigung zu beraten, berief Kallas die EU-Verkehrsminister für den 4. Mai zu einer Sondersitzung ein. “Europa braucht eine einzige Regulierungsbehörde für einen einheitlichen europäischen Himmel“, erklärte der Kommissar. Die lange vorbereitete Einführung des sogenannten Single European Sky müsse deswegen beschleunigt werden, erste Kernelemente sollte zum Endes des Jahres in Kraft treten.

dapd

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