Asien: Unternehmen spenden Millionen

- München/Frankfurt - Mit Millionenspenden und Hilfsaktionen engagieren sich deutsche Unternehmen nach der Flutkatastrophe in der für sie so wichtigen Wirtschaftsregion Asien. Rund 200 000 Mitarbeiter beschäftigen Unternehmen aus der Bundesrepublik heute allein in der vom Erdbeben betroffenen Region, etwa 6 Milliarden Euro haben sie hier investiert.

Spenden von je einer Million Euro sagten die Telekom (für die Aktion "Deutschland hilft") und die Deutsche Vermögensberatung (für Unicef), sowie Daimler-Chrysler zu. Daimler-Chrysler hatte zunächst 250 000 Euro bereitgestellt. Eine Sprecherin erklärte am Abend, Konzernchef Jürgen Schrempp habe beschlossen, den Betrag anzuheben. C & A stellte "terre des hommes" 250 000 Euro zur Verfügung. Bosch sagte 100 000 Euro zu.<BR>Die großen Wirtschaftsverbände, vor allem der Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft, forderten zu Spenden auf. Der Ausschussvorsitzende, Siemens-Chef Heinrich von Pierer, nannte es "selbstverständlich, dass wir den Partnerländern in der Not helfen".<BR><BR>Siemens selbst habe mit den Landesgesellschaften vor Ort "technische und finanzielle Hilfe" gestartet. Der Konzern kümmere sich um die Versorgung mit Strom, Telefon, Wasser und Medizin. Siemens sei in allen elf betroffenen Ländern vertreten.<BR><BR>Schon jetzt ist die Deutsche Post über DHL an Hilfsaktionen beteiligt. "Wir haben Hilfsgüter gekauft und in die Länder transportiert und DHL-Fahrzeuge zur Verfügung gestellt", sagte Sprecherin Ceylan Öney. Vor Ort werde Hilfe angeboten. Auch der Pharmakonzern Bayer Health Care wurde schon aktiv. "Wir haben 200 000 Tabletten (Antibiotikum) nach Sri Lanka geschickt."<BR><BR>Soforthilfe hat auch die Deutsche Bank über ihre eigene Organisation "Asian Foundation" geleistet. Zudem hat die Bank einem Sprecher zufolge ein Konto eingerichtet, auf das Mitarbeiter spenden können. Die Bank verdopple dann diesen Betrag. So verfährt auch die Deutsche Bahn.<BR><BR>In welcher Form sich die HypoVereinsbank, die Commerzbank oder auch Tui und Volkswagen engagieren, ist noch nicht entschieden worden, wie Sprecher sagten. Ähnlich äußerte sich auch BMW-Sprecherin Martina Hatzel: "Wir werden helfen. In welcher Form und in welcher Höhe ist aber noch nicht klar." Spendenaufrufe an die Mitarbeiter haben unter anderem Infineon und die Allianz ausgegeben.<BR>

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