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Der griechische Finanzminister Christos Staikouras

Aber ohne Zinsen

Athen: 2,6 Milliarden Haushaltsüberschuss

Athen - Griechenland meldet einen großen Haushaltsüberschuss. Das sieht Athen als Voraussetzung, um mit den internationalen Geldgebern über Erleichterungen bei der Schuldenlast zu sprechen.

Griechenland hat in den ersten sieben Monaten des Jahres nach Angaben des Finanzministeriums in Athen mehr eingenommen als ausgegeben, wobei allerdings der Zinsendienst nicht berücksichtigt ist. Das Land habe einen Überschuss von 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet, teilte der stellvertretende Finanzminister Christos Staikouras am Montag bei einer Pressekonferenz in Athen mit. Zum Vergleich: Ursprünglich war mit einem Primärdefizit von 3,1 Milliarden Euro gerechnet worden.

Diese Entwicklung werde nach seinen Worten „das Verfahren in die Wege leiten“ für eine Reduzierung der griechischen Schulden. Dies in „enger Kooperation mit unseren Partnern“, sagte Staikouras weiter.

Experten führen Entwicklung auf enger geschnallten Gürtel zurück

Die griechische Regierung geht davon aus, dass es im November Gespräche über eine Erleichterung der Schuldenlast für das pleitebedrohte Land geben könnte. Dabei müsse es nicht unbedingt um einen neuen Schuldenschnitt gehen. Es könnte auch eine rückwirkende direkte Rekapitalisierung der griechischen Banken aus dem europäischen Rettungsfonds ESM sein. Dadurch würden die für die Kapitalaufstockung eingesetzten Mittel nicht mehr auf den Schuldenstand des Landes durchschlagen. Dies hatte am Wochenende der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras der griechischen Presse mitgeteilt.

Experten führten die positive Entwicklung darauf zurück, dass Athen seit Monaten nur noch die dringendsten Rechnungen bezahle und in allen Bereichen den Gürtel enger schnalle. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes stehe dagegen noch in weiter Ferne.

dpa

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