1,56 Milliarden: Athen platziert neue Anleihen

Frankfurt - Erstmals seit der Bekanntgabe des Milliarden- Rettungspakets der Euroländer für Griechenland hat der hochverschuldete Mittelmeerstaat bei regem Interesse zwei neue Anleihen platziert.

Statt des geplanten Volumens von 1,2 Milliarden Euro für die Titel mit Laufzeiten von sechs und zwölf Monaten, sammelte das Land insgesamt 1,56 Milliarden Euro ein. Wie die staatliche Schuldenagentur PDMA am Dienstag in Athen mitteilte, lag die Durchschnittsrendite bei den Sechs-Monats-Titeln mit einem Volumen von 780 Millionen Euro bei 4,55 Prozent. Die Zwölf- Monats-Papiere mit einem Volumen von 780 Millionen Euro wurden zu einer Rendite von 4,85 Prozent zugeteilt. Die Platzierungen waren von Analysten als ein Test für den Marktzugang des Landes gesehen worden. Die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen gingen nach der Auktion etwas zurück. Am Mittag lag die Rendite von zehnjährigen griechischen Staatsanleihen mit 6,60 Prozent aber weiterhin in etwa auf dem Niveau des Vortages.

Der Risikoaufschlag zu deutschen Bundesanleihen lag bei 3,54 Prozentpunkten. In der vergangenen Woche hatte er mit über 4,50 Punkten zeitweise noch den höchsten Stand seit Einführung des Euro erreicht. In den vergangenen Monaten hatten die Zinsen für griechische Staatsanleihen bei über sechs Prozent gelegen. Ein Ziel des Milliarden-Kreditpaketes der Eurogruppe für Griechenland sei es gewesen, dem Land zu helfen, seine Staatsverschuldung zu niedrigeren Zinsen als in den vergangenen Monaten zu finanzieren, sagte EU- Währungskommissar Olli Rehn im Gespräch mit der “Financial Times Deutschland“ (Dienstag). Die Euro-Länder hatten am Sonntag beschlossen, Griechenland notfalls mit bis zu 30 Milliarden Euro Krediten unter die Arme zu greifen. Zusätzlich sind Finanzspritzen des Internationalen Währungsfonds (IWF) geplant, deren genaue Höhe noch nicht feststeht. Der Zins für mögliche Kredite soll bei rund fünf Prozent liegen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

IG Metall kündigt Warnstreiks auch im Südwesten an
Ludwigsburg (dpa) - Der Metall- und Elektroindustrie stehen in der laufenden Tarifrunde auch in Baden-Württemberg ab dem 8. Januar die ersten Warnstreiks bevor.
IG Metall kündigt Warnstreiks auch im Südwesten an
Ratiopharm-Mutterkonzern Teva streicht 14 000 Stellen
Das Unternehmen Teva war bisher Israels ganzer Stolz: Symbol für israelischen Erfinder- und Unternehmergeist. Doch jetzt kündigt die Ratiopharm-Mutter weltweite …
Ratiopharm-Mutterkonzern Teva streicht 14 000 Stellen
Dax reduziert Minus nach EZB-Aussagen
Frankfurt/Main (dpa) - Die jüngsten Überlegungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt weitgehend kalt gelassen.
Dax reduziert Minus nach EZB-Aussagen
Mega-Deal: Disney kauft Großteil von Murdochs Fox-Konzern
Die Simpsons schlüpfen bei Micky Maus und Star Wars unters Konzerndach: Der Disney-Konzern übernimmt für mehr als 50 Milliarden Dollar die meisten Sparten des Rivalen …
Mega-Deal: Disney kauft Großteil von Murdochs Fox-Konzern

Kommentare