Atomausstieg ja, aber mehr Investitionen in "Erneuerbare"

Hannover - Die deutsche Industrie bekennt sich zu einem rascheren Ausstieg aus der Atomkraft, fordert aber zugleich mehr Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien.

"Keiner ist hier, der dem Satz widerspricht: Ausstieg aus der Atomenergie - so früh wie möglich", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, am Sonntag bei einem Wirtschaftsforum vor Beginn der Hannover Messe. Das Engagement der öffentlichen Hand und der Wirtschaft müsse jedoch deutlich zulegen, um den "Erneuerbaren" zum Durchbruch zu verhelfen, betonte Keitel.

Der Chef des Energieriesen Eon, Johannes Teyssen, sagte, nach der Reaktorkatastrophe in Japan könne man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Die deutschen Atomkraftwerke seien allerdings weiter die sichersten der Welt: "Sie würden sonst keine Stunde weiterlaufen." Am Abend wollten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Ministerpräsident François Fillon die Hannover Messe eröffnen. Frankreich ist 2011 Partnerland der weltgrößten Industrieschau.

dpa

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