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Die baumarktkette Obi hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen des TÜV geäußert.

TÜV attackiert Baumarktkette Obi

Wermelskirchen - Der TÜV Rheinland wirft Deutschlands größter Baumarktkette Obi eine missbräuchliche Verwendung des Siegels "Geprüfte Sicherheit" (GS) sowie Verbrauchertäuschung vor.

Obi habe "trotz nicht vorliegender Zertifizierungen auf 23 Produkten das GS-Zeichen von TÜV Rheinland missbräuchlich verwendet", teilte der TÜV am Samstag mit und bestätigte einen Bericht von "Spiegel Online". Obi habe eine Unterlassungserklärung kassiert. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Laut "Spiegel Online" geht es um Häcksler, Kettensägen, Vertikutierer und Elektrogrills der Obi-Eigenmarken Lux und Euromate - auf diesen Geräten hätten sich die Siegel befunden. "Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen", heißt es in einer TÜV-Mitteilung, gehe von den betroffenen Produkten tatsächlich kein Sicherheitsrisiko aus.

Die Juristen des Handelsunternehmens, das zur Tengelmann-Gruppe gehört, weisen die Vorwürfe zurück: Wenn etwa der asiatische Hersteller des Werkzeugs ein Hauptzertifikat für die Verwendung eines GS-Zeichens besitze, brauche ein hiesiger Vertreiber wie beispielsweise Euromate keine Co-Lizenz für TÜV-Siegel mehr.

Johann Huber, Chef der Zentralstelle der Bundesländer für Sicherheitstechnik, hält diese Auslegung für abwegig: "Wer auf dem Typenschild oder der Verpackung steht, muss Inhaber des Zertifikats sein", sagte er "Spiegel Online". Um ein Zertifikat zu erhalten, muss das Produkt von unabhängigen Prüfern wie denen des TÜV begutachtet werden. Besteht die Ware die Tests, darf sie mit dem Gütesiegel gegen Gebühr versehen werden. Am Samstag war Obi auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa zunächst nicht erreichbar.

dpa

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