Auch Arcelor will RAG-Anteil abgeben

Bergbau: - Essen - Auch der Luxemburger Stahlkonzern Arcelor will seinen RAG-Anteil zum symbolischen Preis von einem Euro abgeben. Ein Arcelor-Sprecher bestätigte auf Anfrage die Pläne seines Unternehmens. Damit wäre eine weitere Hürde für den Börsengang des Essener Mischkonzerns beiseite geräumt.

"Das ist für die RAG ein weiterer großer Schritt in Richtung Börse", sagte eine RAG- Sprecherin. Die anderen RAG-Anteilseigner ThyssenKrupp, RWE und E.ON, die zusammen 90 Prozent der RAG-Anteile halten, hatten sich bereits zuvor im Prinzip bereit erklärt, ihre Anteile für jeweils einen Euro abzugeben. Der Luxemburger Stahlriese hält 6,5 Prozent an der RAG. Die restlichen 3,5 Prozent sind im Besitz der der RAG selbst.

Die Beteiligung von Arcelor sei bereits seit Jahren komplett abgeschrieben, so der Sprecher. Er wies Berichte zurück, nach denen die Beteiligung bei Arcelor in den Büchern zuletzt auf 200 Millionen Euro hochgeschrieben worden sein soll.

Unterdessen droht nach Informationen des "Handelsblatts" (Dienstagausgabe) neuer Streit um die Rolle der geplanten RAG- Stiftung. Sie soll die zum symbolischen Preis verkauften Anteile der Aktionäre zunächst aufnehmen und später nach Abspaltung des Bergbaus den profitablen weißen Bereich an die Börse bringen. Die starke Rolle, die RAG-Chef Werner Müller der Stiftung beimessen wolle, werde innerhalb der Düsseldorfer Landesregierung "äußerst kritisch" gesehen, schreibt die Zeitung.

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