Auch Infineon lagert Hausverwaltung aus

- München - Nach Siemens gliedert auch der Halbleiterhersteller Infineon wesentliche Teile des Gebäudemanagements in Europa aus. Die Grundstücks- und Gebäudeverwaltung übernehme künftig die Berliner Firma Dussmann, teilte Infineon mit. Der Betrieb der Gas- und Chemikalienversorgung werde an die Unternehmen Air Liquide und Kinetics ausgelagert.

<P> Die drei Firmen werden demnach 200 Infineon-Mitarbeiter übernehmen. Der Auftragswert betrage 145 Millionen Euro für die Vertragslaufzeit von fünf Jahren.</P><P>Infineon reduziert damit die Anzahl seiner Lieferanten von rund 180 auf drei Generalunternehmen. Das soll Kosten sparen und Arbeitsabläufe vereinfachen. Ausgenommen bleibt die Energieversorgung der Reinräume zur Halbleiterproduktion. Infineon hatte bereits die Buchhaltung und zentrale Funktionen der Personalabteilung ausgelagert.</P><P>Unterdessen berichtete das "Handelsblatt", Infineon rüste sich für weitere Übernahmen und wolle sich dafür auf der Hauptversammlung im Januar ein genehmigtes Kapital von insgesamt 175 Millionen Aktien absegnen lassen. Ein Infineon-Sprecher präzisierte, der Konzern wolle nach der Übernahme der Mikroelektronik-Sparte von Ericsson das genehmigte Kapital um 27,5 Millionen Aktien wieder auffüllen. Das gesamte genehmigte Kapital belaufe sich dann wieder auf 175 Millionen Aktien, was derzeit einem Wert von rund zwei Milliarden Euro entspricht.</P><P>In der Einladung zur Infineon-Hauptversammlung heißt es dazu, der Konzern erwarte "für die Zukunft eine Konsolidierung der Industrie und, damit einhergehend, Gelegenheiten für weitere Unternehmensübernahmen". Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte im Herbst Zukäufe als eine Möglichkeit genannt, um den eigenen Marktanteil zu steigern. Verhandlungen mit einem US-Unternehmen waren in letzter Minute geplatzt.</P>

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