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Die Auslieferung des Regionalzugs "Talent 2" verzögert sich

Neue Auslieferprobleme bei der Bahn

Auch Regionalzüge werden nicht pünktlich fertig

Berlin - Erneut schlechte Nachrichten für die Bahn: Nach dem geplatzten Liefertermin für acht neue ICE-Züge von Siemens gibt es wohl auch Probleme bei der pünktlichen Auslieferung der Regionalzüge „Talent 2“.

Hersteller Bombardier habe die Bahn bereits über Schwierigkeiten bei der geplanten Zulassung von 22 neuen Zügen beim Eisenbahnbundesamt (EBA) informiert, berichtet die „Bild am Sonntag“. Eigentlich hätten die ersten der 22 roten „Talent“-Züge in Hessen zum Winterfahrplan am 9. Dezember zum Einsatz kommen sollen. Das Eisenbahnbundesamt spreche von „Daten-Widersprüchen“ und hoffe auf kurzfristige Aufklärung von Bombardier, hieß es in dem Bericht.

Demnach hat die Deutsche Bahn 320 Züge im Wert von einer Milliarde Euro 2007 bei Bombardier bestellt. Wie beim ICE kam es zu Lieferverzögerungen. 119 Züge seien inzwischen im Einsatz.

Bremsprobleme verhindern ICE-Auslieferung

Die Lieferprobleme des Siemens-Konzerns bei den neuen ICE-Zügen gehen nach einem „Spiegel“-Bericht auf Probleme bei der Software für die Steuerung der Bremsen zurück. Das Kommando zum Anhalten des ICE-Zuges „irre“ etwa eine Sekunde lang durch den Rechner, bevor es umgesetzt werde, berichtet das Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe. Bei einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern komme der Zug bei einer Vollbremsung deshalb erst rund 70 Meter später zum Stehen. Trotzdem habe Siemens die Zulassung des ICE 3 angestrebt. Doch nachdem sich ein Gutachter sperrte, habe das Eisenbahn-Bundesamt die Freigabe verweigert.

Wie lange Siemens brauchen wird, um das Problem zu beheben, sei ungewiss, schreibt der „Spiegel“. Der Hersteller kämpfe schon länger mit der Software des neuen ICE. Sie müsse kompatibel sein mit verschiedenem Signalsystemen europäischer Länder, in denen der Zug verkehre.

Das Fehlen der Züge könnte sich für die Bahn bemerkbar machen, wenn sie Zugausfälle im Winter ausgleichen muss. Dann hat sie nur wenige Reservezüge. Die Bahn hat nun auch weniger Möglichkeiten, etwa im Weihnachtsverkehr Sonderzüge zur Verstärkung einzusetzen. Das bedeutet unterm Strich volle Züge an Tagen mit vielen Reisenden.

dpa

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