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Auch viele Billig-Produkte sind gut

München - Tiefgekühlten Rahmspinat kann man guten Gewissens kaufen und genießen. Die meisten Angebote auf dem Markt sind gut.

"Grasgrün, schmeckt deutlich salzig, schmeckt leicht nach Muskat". So sollte Rahmspinat beschrieben werden. Das ist in diesem Fall der bekannte mit Blubb von Iglo. Dieser kostet 18 Cent pro hundert Gramm. Doch bereits für weniger als die Hälfte kann man eine Reihe wohlschmeckender Tiefkühlprodukte bekommen (siehe Tabelle) Man kann aber auch fast das Vierfache ausgeben und sollte dann auf folgendes Geschmackserlebnis vorbereitet sein: "Blattstruktur zerstört, deutlicher Flüssigkeitsabsatz, kaum Bindung von Soße und Spinat, leicht fasrige Textur und grobes Mundgefühl. Das war mit Bioline der einzige Bio-Rahmspinat, den "Test" unter die Lupe genommen hat. Aber auch der einzige, der keinen Rahm enthält. Immerhin bei den Schadstoffen schneidet der Bio-Rahmspinat ebenfalls als als einziger mit sehr gut ab. Doch auch bei vergleichbaren Produkten aus konventionellen Anbau überwiegen hier gute und befriedigende Noten.

Drei Rahmspinat-Angebote (Börde, Plus und Tip) enthalten krankmachende Keime, die aber durch Erhitzen abgetötet werden. Einer fällt geschmacklich völlig aus dem Rahmen: Der Rahmspinat von Frenzel. Das erschütternde Urteil der Tester: "Viele braune Blattteile, Fremde Pflanzenteile, riecht und schmeckt deutlich fremdartig - vor allem muffig und modrig."

Gleichzeitig hat "Test" auch tiefgefrorenen Blattspinat unter die Lupe genommen. Hier reichte es nur für vier von zwölf Angeboten für ein Gut: Aldi Nord (Prima Bio), Note 1,8, Iglo, Note 1,9, Schloss Göhrde, Note 2,2, Edeka Gemüseküche, Note 2,4. Auch beim Blattspinat waren es Bio-Produkte, die durch eine fehlerhafte Auszeichnung auffielen: Kaiser's Tengelmann Naturkind und Demeter Natural Coo wurden - obwohl zerkleinert - als Blattspinat verkauft. Aber auch hier glänzten die Bioprodukte durchwegs mit sehr guten Noten beim möglichst geringen Schadstoffgehalt.

Einkaufen, lagern, zubereiten: Der richtige Umgang mit Spinat

Nicht erst auftauen. Geben Sie tiefgekühlten Spinat noch gefroren direkt in den Topf oder in die Mikrowelle. Ein langsames Auftauen könnte Keime wachsen lassen. Kurz hoch erhitzen. Erhitzen Sie den Spinat mindestens zwei Minuten lang auf 70 Grad. Dadurch werden eventuell vorhandene gefährliche Keime abgetötet.

Nicht länger warm halten. Bleibt Spinat länger warmgehalten verwandeln Bakterien das enthaltene Nitrat in Nitrit. Dies kann den Sauerstofftransport im Blut behindern, und auch zu krebserregenden Nitrosaminen führen.

Reste kann man noch verwenden. Sie gehören aber sofort in den Kühlschrank und sollen zur Verminderung der Nitritbildung dannn wieder rasch aufgewärmt werden. Kindern bis drei Jahren sollte man aber vorsichtshalber keinen aufgewärmten Spinat geben.

Kein Spinat für Babys. Kindern unter sechs Monaten sollte man keinen Spinat geben. Danach empfiehlt sich Säuglingsnahrung aus dem Glas, weil der Spinat darin besonders strengen Anforderungen genügen muss - auch in Hinblick auf Nitrat und Nitrit.

Achtung beim Einkauf: Die Tiefkühltruhe im Laden sollte nicht vereist sein, die Ware darf auch die rote Stapelmarke nicht überragen.

Lagerungsverluste. Tiefkühlspinat ist tiefgefroren bis zu 24 Monate haltbar. Doch er verliert bereits nach fünf Monaten Farbe, Geschmack und Vitamine.

Das passt besonders gut: Spinat sollte mit Vitamin C - etwa aus Obst oder Obstsaft - kombiniert werden, das hilft das Eisen aus dem Spinat besonders gut zu verwerten. Auch wenn bei früheren Messungen durch einen Fehler das zehnfache des tatsächlichen Eisengehalts ermittelt wurde, enthält Spinat immer noch deutlich mehr Eisen, als viele andere Gemüse.

Außerdem empfiehlt es sich, Spinat mit kalziumreichen Produkten zuzubereiten: Milch, Sahne oder auch Käse hemmen die Wirkung der Oxalsäure im Spinat. Diese kann Kalzium binden und so die Nierensteinbildung fördern.

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