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Audi-Chef holt gegen Hybrid-Autos wegen München-Beobachtung aus: „Kein guter Trend“

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Mitarbeiter im Volkswagen-Werk in Zwickau montieren einen Audi Q4 e-tron.
Audi-Chef Markus Duesmann sieht das Laden von Plug-in-Hybriden an öffentlichen Ladesäulen problematisch. © Hendrik Schmidt/dpa/dpa-Zentralbild

Oft belegen Plug-in-Hybride wichtige Lade-Parkplätze für E-Autos. Das passt Audi-Chef Markus Duesmann so gar nicht.

Ingolstadt/München - Audi*-Chef Markus Duesmann hat sich für ein gesetzliches Ladeverbot von Hybridautos an öffentlichen Stromladesäulen ausgesprochen. "Das ist kein guter Trend, wenn Hybrid-Fahrzeuge Ladeplätze für Elektroautos blockieren", sagte Duesmann der "Augsburger Allgemeinen" vom Dienstag.

Er sehe es kritisch, wenn Hybridautofahrer wegen des Parkplatzes ihr Fahrzeug an Ladesäulen anschließen, die eigentlich für die Versorgungssicherheit reiner Batteriefahrzeuge eingerichtet werden. Er beobachte dieses Phänomen beispielsweise in München.

Audi-Chef wünscht sich mehr Lademöglichkeiten für E-Autos

"Das Thema sollte die Politik regeln", forderte der Audi-Chef. Gleichzeitig müsse sich auch das Baurecht verändern, damit überall dort, wo Autos lange stehen, die Möglichkeit zum Aufladen* der E-Fahrzeuge besteht. "Dann wird E-Mobilität deutlich komfortabler als das Fahren eines Diesel- oder Benzinautos."

Die künftige Regierungskoalition müsse vor allem die erneuerbaren Energien deutlich stärker ausbauen. "Mein größter Wunsch an die neue Regierung ist, dass Deutschland einen riesigen Schritt in Richtung regenerativer Energie macht", sagte Duesmann der Zeitung.

Audi: Ohne regenerative Energiequellen „fährt man besser einen Diesel“

"Wir müssen unsere Energie zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen schöpfen und in Strom umsetzen." Es sei "wirklich absurd, wenn unsere Elektroautos mit Energie aus Kohle aufgeladen werden".

"Dann fährt man besser einen unserer modernen und sehr effizienten Diesel", sagte Duesmann weiter. Deutschland sei leider noch zu sehr von fossilen Energieträgern abhängig.

Im Interview sprach Duesmann außerdem über die Halbleiter-Krise, die auch dem Autobauer aus Ingolstadt schwer zu schaffen macht. „Wir konnten bisher eine knapp sechsstellige Zahl an Autos, die wir gerne gefertigt hätten, nicht bauen und werden auch nicht alle davon aufholen“, erklärt er. Die Chipkrise würde Audi ein Rekordjahr kosten, macht der Chef der VW*-Tochter klar. (AFP/ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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