Sieht nach Lamborghini aus, kommt aber in diesem Fall von Eigentümer Audi: Studie auf der IAA 2019. Trennt man sich von der Luxusmarke? (Symbolbild)
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Sieht nach Lamborghini aus, kommt aber in diesem Fall von Eigentümer Audi: Studie auf der IAA 2019. Trennt man sich von der Luxusmarke? (Symbolbild).

Angebliches Milliarden-Angebot

Audi und Lamborghini: Was bei dem spektakulären Gerücht dahintersteckt

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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Trennt sich Audi von seiner Luxusmarke? Ein Konsortium möchte Lamborghini angeblich für eine imposante Summe an sich reißen. Doch es gibt Indizien einer „großspurige Angelegenheit“.

Ingolstadt/München - Seit fast einem Viertel Jahrhundert gehört die italienische Traditionsmarke Lamborghini zur Audi AG. Ende des vergangenen Jahrtausends - 1998 - erwarb der Premiumhersteller aus Ingolstadt die Eigentumsrechte am Kulthersteller.

Nun gibt es jedoch (wieder mal) Wirbel um einen möglichen Verkauf der Sportwagentochter: Die Portale Autocar und Automobilwoche berichteten kürzlich vom Interesse eines schwerreichen Konsortiums, Lamborghini an sich zu reißen. Es handele sich um die Quantum Group, die zusammen mit der Investmentfirma Centricus Asset Management ein Angebot über 7,5 Milliarden Euro vorgelegt habe. Doch was steckt dahinter?

Audi AG erhält angeblich lukratives Angebot für Verkauf von Lamborghini

Den Schilderungen zufolge wüssten sowohl VW-Vorstandsboss Herbert Diess wie auch Audi-Chef Markus Duesmann von der Offerte. Eine Verbindung zwischen der Muttermarke VW und dem Bieter ergebe sich aus einer interessanten Personalie: Quantum-Chef Rea Stark hatte im Jahr 2017 mit Anton Piëch, Sohn des früheren VW-Patriarchen Ferdinand, die Sportwagenmarke Piech Automotive gegründet.

Jedoch: Lamborghini verkaufte im vergangenen Jahr 7430 Autos, die Erlöse betrugen 1,6 Milliarden Euro. Sollten sich Volkswagen beziehungsweise Audi also von der ertragreichen Sparte trennen? Die Antwort: Vermutlich eher nicht. Eine Audi-Sprecherin ließ laut dpa wissen: „Uns liegt kein Angebot vor, und Lamborghini steht nicht zum Verkauf.“ Laut eigenem Bekunden plant Audi also auch künftig mit der Marke, die einen „wichtigen Beitrag zur Profitabilität“ leiste. Mit Hochdruck plant die Manufaktur aus Santa Agata währenddessen die Elektrifizierung seiner Modelle, gemäß der Konzernvorgabe:

Audi und VW: Trennung von Lamborghini? Das soll hinter den Gerüchten stecken

Licht ins Dunkel versucht im Hinblick auf das kuriose Angebot die Wirtschaftswoche zu bringen. So handele es sich bei den Berichten über einen möglichen Lamborghini-Verkauf um eine Luftnummer: Viele in der Piëch-Familie würden Anton „nicht ernst nehmen“ und sich vielmehr über dessen Inszenierungen ärgern, behauptet das Portal. Schon die „großspurige Ankündigung“, mit „Piëch Automotive“ bessere Autos als Porsche bauen zu wollen, hätte im Hause VW für Kopfschütteln gesorgt. (PF mit dpa)

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