Audi produziert Q5 nicht mehr in Ingolstadt

Ingolstadt - Audi will seinen Geländewagen Q5 künftig nicht mehr in Ingolstadt produzieren. Der Autobauer will statt dessen Milliarden in einen Standort in Mexiko stecken.

Audi will die Produktion seines Geländewagens Q5 von Ingolstadt nach Mexiko verlagern und eine Milliardensumme in den neuen Standort stecken. In Mexiko sollen pro Jahr 150 000 Einheiten des Q5 produziert werden, wie Audi-Chef Rupert Stadler am Donnerstag vor Beginn der VW-Hauptversammlung in Hamburg sagte. In Ingolstadt werde der Schritt aber keinen Stellenabbau zur Folge haben, sagte ein Audi-Sprecher.

Der Standort arbeite bereits an seinen Auslastungsgrenzen und könne die freiwerdenden Kapazitäten nutzen, um das Wachstum der anderen Baureihen zu sichern. In Ingolstadt beschäftigt Audi rund 30 000 Mitarbeiter. Dort werden neben dem Q5 auch der A3, A4 und A5 gebaut.

Die Investitionen in das neue Werk liegen nach Worten von Stadler bei weniger als zwei Milliarden Euro. In Europa und China sei man bereits sehr gut aufgestellt und Mexiko biete nun als bewährter Automobilstandort beste wirtschaftliche Voraussetzungen für eine Audi-Produktion. Die Konzernmutter Volkswagen ist bereits mit einem Automobilwerk in Puebla und mit einem Motorenwerk in Silao vertreten.

Mit dem Werk in Mexiko, das 2016 in Betrieb gehen soll, komme Audi dem Absatzziel von zwei Millionen Einheiten bis 2020 ein gutes Stück näher, hieß es. Im vergangenen Jahr hatte Audi so viele Autos wie nie zuvor verkauft, der weltweite Absatz lag bei rund 1,3 Millionen Fahrzeugen.

Am Mittwoch war zudem bekanntgeworden, dass Audi die italienische Motorradschmiede Ducati kauft. Über den genauen Preis sei Vertraulichkeit vereinbart worden, hieß es. Nach Informationen aus Branchenkreisen liegt er bei rund 860 Millionen Euro. Stadler setzt große Hoffnungen in den Neuerwerb: “Mit Ducati haben wir die traditionsreichste Premiummarke im Zweiradgeschäft erwerben können.“ Das Management bei Ducati soll an Bord bleiben.

dpa

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