Nach Streit

Audi sieht Trendwende bei Verkauf in China

Der Automobilkonzern will sich in China neu aufstellen. 

Ingolstadt - Der inzwischen beigelegte Streit mit den chinesischen Autohändlern hat die Verkäufe von Audi im Mai immer noch belastet - allerdings längst nicht mehr so stark wie in den Monaten zuvor. „Bereits die letzten Mai-Tage haben gezeigt, dass wir eine zügige Erholung der Verkäufe in China sehen werden und rasch zu alter Marktposition zurückkehren“, sagte Vertriebsvorstand Dietmar Voggenreiter am Donnerstag in Ingolstadt.

Im wichtigsten Einzelmarkt China sanken die Verkäufe von Audi im Mai um 4 Prozent auf 48 000 Fahrzeuge. Zwischen Januar und April war der Absatz um 18 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben.

Audi will in China künftig nicht nur mit dem FAW-Konzern, sondern auch mit dem SAIC-Konzern als zweitem Partner Autos bauen und verkaufen. Das hatte die bisherigen Vertragshändler stark verunsichert. Inzwischen hat Audi mit allen Beteiligten vereinbart, dass es bei einem gemeinsamen Händler- und Vertriebsnetz bleibt. Die Neuaufstellung sei für Audi „ein Türöffner zu den Marktpotenzialen der kommenden Dekade. Und er lässt uns positiv auf die Entwicklung in den nächsten Monaten blicken“, sagte Voggenreiter.

Weltweit verkaufte Audi im Mai 159 600 Autos oder 2,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. In Europa stagnierte der Absatz; in den USA legte er gegen den Markttrend um 2,5 Prozent zu. Konkurrent Mercedes hatte im Mai in China 50 000, weltweit fast 194 000 Autos verkauft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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