Audi verlegt Q5-Bau nach Mexiko

Hamburg - Auch Audi wird geländegängige Sport Utility Vehicles (SUV) künftig in Nordamerika bauen. Ein Werk in Mexiko ist bereits in Planung.

Noch in diesem Jahr soll über den genauen Standort des geplanten Werks in Mexiko entschieden werden, in dem dann voraussichtlich ab 2015 die Modelle der Reihe Q5 vom Band rollen. Die Investitionen für das neue Werk liegen unter zwei Milliarden Euro, sagte Audi-Chef Rupert Stadler am Rand der Volkswagen-Hauptversammlung in Hamburg.

Damit geht der Ingolstädter Autobauer einen ähnlichen Weg wie sein Rivale BMW. Auch der Münchner Konzern hat seine Geländewagenkompetenz in Nordamerika gebündelt. Im Werk Spartanburg (USA) werden die Reihen X3, X5 und X6 gebaut. Ganz so weit kann Audi nicht gehen. Die großen SUV Q7 entstehen in Zusammenarbeit mit VW und Porsche in der Slowakei, die kompakten Q3 in Spanien. Doch kann das auf eine Jahresproduktion von 150 000 Fahrzeugen ausgelegte mexikanische Audi-Werk, wie Stadler sagte, „auch ein weiteres Derivat des Q5 bekommen“. Das könnte beispielsweise eine zweitürige coupéartige Variante sein. Der Q5 wird nach Stadlers Aussagen jedenfalls exklusiv in Mexiko montiert. Das heißt seine Produktion wird aus Ingolstadt abgezogen. Doch soll das Werk durch die kostengünstige Fertigung, wie Stadler sagte, „auch Arbeitsplätze an den deutschen Standorten sichern“. Für die rund 30 000 Mitarbeiter gibt es weiterhin genug zu tun – einen Stellenabbau soll es nicht geben. Das Werk Ingolstadt arbeite an seiner Kapazitätsgrenze. Durch den Abzug der Geländewagen könne das Wachstum anderer Baureihen beschleunigt werden.

Diese sollen nach den Worten des Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Peter Mosch „in die Rolle von Technologie-Leitwerken wachsen“. Auch die Kompetenz für Elektromobilität soll in Deutschland verbleiben. Darüberhinaus will Mosch die Interessen der Mitarbeiter durch eine Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung wahren.

Martin Prem

Rubriklistenbild: © dpa

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