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Ein Hinweis auf einen Börsengang des Münchner Flughafens sorgt für Spekulationen.

Ausschreibung für Jahresabschlüsse

Aufregung wegen möglicher Flughafen-Börsenpläne

München - Die Münchner Flughafengesellschaft FMG kündigt in einer Ausschreibung einen Börsengang an. Die Eigentümer des staatlichen Airports wissen davon nichts und ermahnen die Manager.

Der Münchner Flughafen hat mit einem Hinweis auf einen geplanten Börsengang Aufregung in der Landespolitik ausgelöst. In der Ausschreibung für die Erstellung der Jahresabschlüsse in den Jahren 2016 bis 2020 nennt die Flughafengesellschaft FMG den Sprung aufs Parkett als ernstzunehmende Option. „Innerhalb des Vergabezeitraums ist von einem Börsengang der FMG auszugehen“, heißt es in der Ausschreibung, aus der der Luftfahrt-Nachrichtendienst „aero.de“ am Mittwoch zitierte.

Eine Sprecherin des Münchner Finanzministeriums betonte jedoch, dass die Gesellschafter keinen Börsengang planten. In der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch gab es offensichtlich auch eine Ermahnung des Managements. Es habe einen „deutlichen Hinweis“ an die Geschäftsführung gegeben, dass die Entscheidung über einen Börsengang Sache der Gesellschafter sei, sagte die Sprecherin. Der grüne Umweltausschuss-Vorsitzende Christian Magerl nannte das Vorgehen der Manager einen „dicken Hund“.

Die FMG selbst sprach von einer fehlerhaften Formulierung in der Ausschreibung, die inzwischen korrigiert worden sei. Die Gesellschaft lieferte eine ungewöhnliche Begründung für den Hinweis auf einen möglichen Börsengang: „Mit diesem Hinweis sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass der Wirtschaftsprüfer über Qualifikationen verfügen muss, die der Komplexität des Unternehmens entsprechen - vergleichbar den Qualifikationen, die für die Prüfung börsennotierter Unternehmen erforderlich sind.“

Beteiligt am Flughafen sind Bund, Land Bayern und die Stadt München. Der Münchner Airport ist mit knapp 39 Millionen Passagieren nach Frankfurt am Main der zweitgrößte in Deutschland. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist bereits seit 2001 an der Börse.

dpa

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