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Aufschwung schafft keine Arbeit in Industrie

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- Wiesbaden -­ Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs entstehen in der deutschen Industrie keine neuen Stellen. Im Zeitraum Januar/ September 2006 beschäftigten die Betriebe im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe im Schnitt rund 5,89 Millionen Menschen ­ das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Das meldete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. In dieser Zeit stieg der Umsatz um 6,5 Prozent auf 1166 Milliarden Euro, wovon mehr als die Hälfte (676 Milliarden) auf das Inland entfiel. Die Statistik umfasst Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten.

Von der konjunkturellen Erholung profitieren die Dienstleister am stärksten, die im dritten Quartal 1,4 Prozent mehr Mitarbeiter als ein Jahr zuvor beschäftigten. Der seit mehr als zehn Jahren anhaltende Stellenabbau im Baugewerbe kam laut Statistik im dritten Quartal fast zum Stillstand.

Innerhalb der Industrie war die Entwicklung einzelner Branchen im September sehr unterschiedlich. Satte Umsatzzuwächse verzeichnete die Metallindustrie (plus 26 Prozent gegenüber Vorjahr) und das Holzgewerbe (knapp 10 Prozent). Die Autoindustrie erzielte ein Plus von 3,3 Prozent, knapp über dem Durchschnitt landete die chemische Industrie mit plus 2,7 Prozent. Weniger Umsatz machten dagegen das Druckgewerbe und Büromaschinenhersteller.

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