+
Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Bretschneider zusammen mit dem BER-Pressechef Ralf Kunkel. Foto: Bernd von Jutrczenka

Aufsichtsrat: Flughafen-Eigentümer sind nicht zerstritten

Berlin, Brandenburg und der Bund ziehen am neuen Hauptstadtflughafen nicht immer an einem Strang, vor allem wenn es um Posten geht. Am Freitag war es anders. Doch bald stehen wieder Personalien an.

Berlin (dpa) - Der amtierende Aufsichtsratchef Rainer Bretschneider hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Flughafen-Eigentümer Berlin, Brandenburg und der Bund seien zerstritten.

Alle Beschlüsse seien einstimmig gefasst worden, sagte Bretschneider nach einer Sitzung des Kontrollgremiums in Berlin. "Wir haben in der Tat manchmal kontrovers diskutiert, wir haben gerungen um das Ziel, den Flughafen gemeinsam nach vorne zu bringen." Aber es habe keine Streitigkeiten zwischen den Gesellschaftern gegeben.

Bei der vorigen Sitzung hatten die beiden Vertreter des Bundes in der Abstimmung den neuen Geschäftsführer Karsten Mühlenfeld abgelehnt, der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) enthielt sich. Vorgeschlagen hatte den 51-Jährigen Brandenburg, wo Bretschneider Staatssekretär ist. Ein neuer Aufsichtsratschef soll erst im Mai bestimmt werden - fünf Monate nach dem Abgang Klaus Wowereits. Bretschneider ist stellvertretender Vorsitzender.

Der Aufsichtsrat empfahl am Freitag, dass weitere 1,1 Milliarden Euro aus öffentlichen Kassen in den Flughafen fließen sollen. Darüber werden die Parlamente in Bund und Ländern zu entscheiden haben. Mit dieser schon länger geplanten Finanzspritze liegen die Kosten für den drittgrößten deutschen Flughafen bei 5,4 Milliarden Euro, davon 3 Milliarden Euro aus öffentlichen Kassen.

Der Flughafen soll nach vier geplatzten Eröffnungsterminen aufgrund von Planungsfehlern, Baupfusch und Technikproblemen nun im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen.

Flughafen Pressemitteilungen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Türkei verhängt Sanktionen gegen Produkte aus den USA
Wie du mir, so ich dir: Die Türkei reagiert auf weitere Sanktionen der USA mit Strafzöllen, unter anderem auf die Einfuhr von Autos und Alkohol. Der Konflikt mit …
Türkei verhängt Sanktionen gegen Produkte aus den USA
Umsatzsteuerkartell aufgeflogen - Betrug im größten Stil
Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der …
Umsatzsteuerkartell aufgeflogen - Betrug im größten Stil
Achtung, Krebsrisiko: Pharmahersteller ruft Blutdrucksenker zurück
Wegen einer Verunreinigung mit einem möglicherweise krebserregenden Stoff ruft der Münchner Pharmahersteller Aurobindo einen Blutdrucksenker zurück.
Achtung, Krebsrisiko: Pharmahersteller ruft Blutdrucksenker zurück
Schlimme Schikane-Vorwürfe gegen Aldi: Jetzt reagiert der Discounter
Das riecht nach Ärger: Mitarbeiter erheben im „Spiegel“ schwere Vorwürfe gegen Aldi. Jetzt hat der Discounter eine Stellungnahme dazu abgegeben.
Schlimme Schikane-Vorwürfe gegen Aldi: Jetzt reagiert der Discounter

Kommentare