Live-Ticker: Petry sorgt für Eklat auf AfD-Pressekonferenz

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Aufsichtsrat lässt Bahn-Umzug noch offen

- Berlin - Bahnchef Hartmut Mehdorn hat vom Aufsichtsrat Rückendeckung für weitere Gespräche über einen Einstieg in Hamburger Hafen und Hochbahn erhalten. In der strittigen Frage eines Umzugs der Zentrale in die Hansestadt legte sich das Kontrollgremium trotz eines Neins des Bundeskabinetts vorerst nicht fest. "Umzugsfragen, die sich stellen, werden erst am Ende des gesamten Bewertungsprozesses entschieden", sagte Aufsichtsratschef Werner Müller. Im operativen Geschäft steuert der bundeseigene Konzern im lange defizitären Fernverkehr auf Gewinne zu.

"Der Vorstand hat die Aufgabe, das Angebot des Hamburger Senats in Ruhe auszuhandeln und mit unternehmerischer Vernunft zu überprüfen", sagte Müller. Es gebe Übereinstimmung mit dem Bundeskabinett, dass eine Partnerschaft mit Hamburg betriebswirtschaftlich wie auch verkehrspolitisch sinnvoll sei. Wichtig sei jetzt, im Dialog mit dem Bund als Eigentümer diese Aspekte zu bewerten. Der Vize-Vorsitzende des Aufsichtsrats, Transnet-Chef Norbert Hansen, sagte, er erwarte in diesem Sinne auch eine Klärung im anstehenden Gespräch zwischen Mehdorn und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Kabinett hatte in der vergangenen Woche eine Verlegung des Hauptsitzes von Berlin an die Elbe aus strukturpolitischen Gründen abgelehnt. Der Hamburger Senat hat dies aber zur Bedingung für einen stufenweisen Einstieg in seine Hafengesellschaft HHLA und die Hochbahn gemacht. Die Ansiedlung der Bahn-Zentrale sei Bedingung für den Einstieg, betonte Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust gestern nocheinmal. Die Bahn will mit einer Beteiligung ihre weltweite Logistik und ihre Position im Stadtverkehr stärken.

Mehdorn bekräftigte, die Bahn werde den für 2005 angepeilten Betriebsgewinn von 400 Millionen Euro "sicher erreichen". Es gilt als wahrscheinlich, dass diese Marke sogar klar übertroffen wird. Der Umsatz stieg bis Oktober um 4,4 Prozent auf 20,6 Milliarden Euro, die Zahl der Passagiere legte in den ersten zehn Monaten um 50 Millionen auf 1,5 Milliarden zu.

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