Auslieferung des Superjets 100 verzögert sich

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Moskau (dpa) - Die Auslieferung des neuen russischen Passagierflugzeuges Superjet 100 wird sich nach Angaben des Flugzeugbauers Suchoi bis 2009 verzögern.

Das sagte der Chef der staatlichen Flugzeugbauholding UAC, Alexej Fjodorow, am Montag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Ursprünglich sollten Ende dieses Jahres die ersten Maschinen des nach internationalen Standards gebauten Jets an die Fluggesellschaft Aeroflot ausgeliefert werden. Grund für die Verzögerung seien Probleme mit der Ausrüstung des für 75 bis 95 Plätze entworfenen Flugzeuges.

Der Jungfernflug war für 2007 geplant, sei aber nun auf diesen April verschoben, sagte Fjodorow laut der Agentur Itar-Tass. "Die Fristen sind sehr eng", sagte der UAC-Chef. In den Verträgen seien von vornherein Zeitpuffer eingebaut worden. Deshalb müsse das Unternehmen vorerst keine Vertragsstrafen fürchten. Russland hatte den Superjet im vergangenen September als "Hoffnungsträger" der am Boden liegenden russischen Flugzeugindustrie präsentiert.

Bisher gebe es 73 Bestellungen und 31 Optionen, teilte das Unternehmen Suchoi mit. An der Entwicklung des Kurz- und Mittelstreckenflugzeugs waren auch Firmen aus Italien und Frankreich beteiligt. Die italienische Fluggesellschaft ItAli hatte zehn Superjet 100 bestellt. Zudem hatten Suchoi und das italienische Unternehmen Alenia Aeronautica zur Vermarktung und für Serviceleistungen ein gemeinsames Unternehmen gegründet. Russland will künftig pro Jahr 70 Superjet 100 verkaufen.

Nach Angaben des russischen Verkehrsministeriums liegen die Kosten mit 25 Millionen Dollar (16,2 Mio Euro) pro Flugzeug unter denen vergleichbarer Modelle westlicher Hersteller wie Embraer (Brasilien) und Bombardier (Kanada). Die wegen ihrer Kampfjets international erfolgreiche Firma Suchoi hatte eigens eine Zivilsparte für die Entwicklung des Jets gegründet. Suchoi gehört zur neuen staatlichen Holding UAC, mit der Russland auf dem internationalen Markt wieder konkurrenzfähig werden will. In den vergangenen Jahren hatte Russland nur einzelne Passagierflugzeuge verkauft.

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