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Ein VW-Beatle in China.

Auto-Markt weltweit im Aufwind

Frankfurt am Main - Weltweite Abwackprämie? Oder warum springt der internationale Automobil-Markt wieder an? Richtig brummt es in Asien - aber auch in Westeuropa läuft es wieder.

Das Pkw-Geschäft hat sich im Januar auf den meisten internationalen Märkten positiv entwickelt. Nachdem vor einem Jahr mit der Finanz- und Wirtschaftskrise die Automobilnachfrage weltweit eingebrochen war, begannen viele Märkte das Jahr 2010 mit einem Absatzplus, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag mitteilte.

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In Westeuropa übertraf die Anzahl der Neuzulassungen mit mehr als einer Million Pkw demnach das Vorjahresergebnis um 16 Prozent. Der französische Markt wuchs um 14 Prozent. In Großbritannien legten die Verkäufe laut VDA um fast 30 Prozent zu; in gleicher Größenordnung stieg der Absatz in Italien. Spanien wies demnach ein Plus von 18 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen auf.

In Russland blieb die Nachfrage dagegen schwach. Im Januar wurden dort knapp 74.100 Pkw verkauft (minus 37 Prozent).

Russland schwach, China und Indien stark

Auf dem US-Markt stabilisierte sich dagegen der Absatz von Light Vehicles im Januar weiter - mit 695.700 Fahrzeugen übertrafen die Verkäufe von Pkw und Light Trucks das Vorjahresergebnis um gut 6 Prozent, wie der VDA weiter mitteilte.

Die Nachfrage nach deutschen Marken habe sich dabei deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt und einen Zuwachs von fast einem Viertel verbucht. Damit sei der Marktanteil der deutschen Marken auf 8,2 Prozent gestiegen.

In Japan stiegen die Neuzulassungen von Pkw im Januar um knapp ein Viertel auf fast 320.000 Fahrzeuge. In China registrierte der VDA im sonst eher absatzschwachen Januar ein mehr als doppelt so gutes Verkaufsergebnis von knapp 1,1 Millionen Pkw (plus 121 Prozent). Das indische Pkw-Geschäft verzeichnete im ersten Monat des laufenden Jahres einen Zuwachs von fast 37 Prozent.

dapd

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