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Auch bei Mercedes stehen die Bänder als Folge der Finanzkrise still

Autobauer drosseln ihre Produktion

In Deutschland ist die Produktion mehrerer Autobauer zurück gefahren oder gar gestoppt worden. Das bedeutet, dass die Finanzkrise jetzt auch die Industrie erreicht hat.

Fast alle europäischen Autobauer fahren die Produktion in ihren Werken zurück. Der Grund sind Auftragseinbußen durch die Finanzkrise.

Bereits seit Monaten kündigen sich Auftragsrückgänge an. In vielen Werken von Opel, BMW, Ford und Daimler stehen jetzt die Bänder still. Die Luxusmarken Porsche und Audi sind hingegen nicht betroffen. Audi fuhr im September sogar das beste Ergebnis seiner Geschichte ein und machte 12 Prozent plus - das bedeutet 95.000 produzierte Autos. Die Produktion der VW-Tochter Seat hingegen wird ebenfalls gedrosselt. VW selbst produziert unverändert weiter und erlebt einen Höhenflug seiner Aktie, wie das Handelsblatt berichtet.

Trotz der vorübergehenden eingeschränkten Produktion soll es keine Massenentlassungen in Deutschland geben, lassen die Autobauer einmütig verlauten. Heute.de berichtet, dass Ford allerdings bereits über 200 Zeitarbeiter entlassen hat.

Die Werke im Einzelnen:

In Eisenach werden die Bänder im Opel-Werk ab nächster Woche für drei Wochen still stehen. In Bochum wird bereits seit der letzten Woche nicht mehr produziert. Auch in Großbritannien, Polen und Spanien sind Werke betroffen, außerdem bleibt auch Saab nicht unberührt. Die Werke in Kaiserslautern und Rüsselsheim bleiben von der Finanzkrise noch unberührt, schreibt FAZ.net.

Mercedes drosselt ebenfalls die Produktion indem der Konzern seine Angestellten in Sindelfingen deutlich früher, nämlich am 17. Dezember, in die Weihnachtsferien schickt. Einen Termin für die Wiederaufnahme der Produktion im Januar gibt es nach Konzernangaben noch nicht. Generell steigen Autokäufer auf kleinere Modelle um, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet.

Ford kündigte ebenfalls Produktionskürzungen an. Das Kölner Werk ist aber noch nicht betroffen, berichtet die Saarbrücker Zeitung.

Auch BMW will 40.000 Autos weniger bauen oder in stabile Märkte wie China und Russland verkaufen. Entlassungen sind auch hier nicht geplant. Die Sächsische Zeitung berichtet von einem geplanten Produktionsstopp in der letzetn Oktoberwoche im Leipziger BMW-Werk und auch über Werke anderer Autobauer in Sachsen.

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