Autobranche hakt Jahr in Warteschleife ab

- Frankfurt - Die deutsche Autoindustrie will nach vier schwachen Jahren wieder einen Gang höher schalten. "2004 wird den Silberstreif am Autohimmel bringen, wenn der auch etwas blasser wird, als uns lieb ist", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Bernd Gottschalk. Trotz ähnlich großer Hoffnungen in der Vergangenheit sei 2003 nun als "Autojahr in der Warteschleife" abgehakt. Gottschalk bekräftigte seine Erwartung, dass die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Inland um drei Prozent auf 3,35 Millionen steigen werde. Motor der Branche bleibe jedoch der Export.

Im vergangenen Jahr übertrafen die deutschen Hersteller trotz schwacher Märkte und des teuren Euro mit 3,67 Millionen exportierten Pkw die bisherige Höchstmarke von 2001. Rund 80 Prozent des gesamten deutschen Exportüberschusses entfielen auf die Branche, betonte Gottschalk.

Die Produktion in Deutschland stieg minimal auf 5,15 Millionen Autos und übertraf damit zum sechsten Mal in Folge die Grenze von fünf Millionen. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Autoindustrie sei um 9000 auf knapp 773 000 geklettert. Die Gewinnmarge der Branche, die 2002 brutto knapp unter vier Prozent vom Umsatz betrug, habe sich rückläufig entwickelt.

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