Autobranche spürt die ersten Anzeichen für einen Aufschwung

- München/Genf - Der Aufschwung der Autokonjunktur lässt weiter auf sich warten. "Der Februar hat noch nicht den großen Zulassungsschub gebracht", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk zu Beginn des Genfer Autosalons. Deutschlands Automanager registrierten aber im Februar zumindest erste Wachstumsimpulse und zeigten sich deshalb vor allem für das zweite Halbjahr verhalten optimistisch. Die Börse schickte die Papiere der Autobauer mit Vorschuss-Kurszuwächsen auf den ersten wichtigen Branchentreff des Jahres.

<P>Mercedes skeptisch</P><P>Nach Ansicht von Mercedes-Chef Jürgen Hubbert ist die Verunsicherung bei den deutschen Autokäufern noch nicht aufgelöst. Er habe keine Signale, warum über Nacht der Konjunkturfrühling ausbrechen sollte. Hubbert erneuerte seine Einschätzung, dass die Mercedes Car Group (Mercedes-Benz, Smart, Maybach) beim Absatz in der ersten Jahreshälfte leicht unter dem Vorjahr liege, im zweiten Halbjahr aber dank neuer Modelle das Vorjahresniveau übertreffen werde. Einen großen Sprung beim Absatz erwartet Hubbert erst für 2005, wenn die neue A-Klasse voll angelaufen ist und die neue M-Klasse zu den Kunden kommt.<BR><BR>Volkswagen hofft</P><P>VW-Chef Bernd Pischetsrieder erklärte, Volkswagen halte trotz Anlaufschwierigkeiten an dem Ziel fest, in diesem Jahr 600 000 Golf zu verkaufen. "Ob wir das schaffen, werden wir sehen." Ähnlich äußerte sich der Autoboss zu der Prognose, den Gesamt-Absatz von 5,0 auf 5,5 Millionen Fahrzeuge zu steigern. <BR><BR>Volkswagen hat im Februar in den USA fast ein Drittel weniger Autos abgesetzt als im Vorjahr. Der Monatsverkauf sank von 22 803 Wagen auf derzeit 15 407 Fahrzeuge, teilte VW mit.<BR><BR>Audi baut auf A6</P><P>Auch die VW-Tochter Audi spürt noch keinen deutlichen Aufschwung, hofft aber auf Zuwächse durch neue Modelle wie den A6. Gerade in den wichtigen Märkten Deutschland und USA sei das Umfeld weiterhin schwierig, sagte Vertriebsvorstand Ralph Weyler. Audi liege aber voll im Plan und wolle in diesem Jahr den elften Rekordabsatz in Folge einfahren. Im Februar konnte Audi den Absatz laut Weyler steigern. Der Zuwachs sei aber geringer ausgefallen als im Januar, als die Zahl der Verkäufe um drei Prozent gestiegen war.<BR><BR>BMW auf Rekordfahrt</P><P>Auch BMW peilt für 2004 weiter einen Absatzrekord an. Nach einem Ausrutscher im Januar mit einem produktionsbedingten Rückgang stieg der Absatz im Februar wieder um vier Prozent auf 77 000 verkaufte Fahrzeuge. Auch der Gewinn solle 2004 trotz des starken Euro steigen, sagte Finanzchef Stefan Krause. Beim Gewinn hat BMW 2003 nach bisherigen Angaben das Rekordniveau des Vorjahres erreicht. 2004 sollen nun erstmals die Früchte der Modell-Offensive geerntet werden.<BR></P>

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