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Autoexperte Dudenhöffer gegen staatliche Hilfe für Opel.

Autoexperte gegen staatliche Hilfe für Opel

Frankfurt/Main - Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat sich bei der Opel-Sanierung gegen eine staatliche Unterstützung für General Motors ausgesprochen.

Staatliche Kredite seien nun “um ein vielfaches riskanter als bei Opel-Magna“, betonte er mit Blick auf den geplatzten Deal mit dem kanadischen Autozulieferer. “Richtig wäre, die ausstehenden 900 Millionen Euro des Brückenkredits so schnell wie möglich samt Zinsen zurückzuholen und die Opel-Treuhand unmittelbar aufzulösen“, empfahl Dudenhöffer. Bereits am Montag wird GM-Chef Fritz Henderson am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim erwartet.

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Nach Ansicht Dudenhöffers sollte die Verantwortung für Opel so schnell wie möglich wieder zu 100 Prozent an GM übertragen werden und so schnell wie möglich aus den Händen der Treuhänder und Ministerpräsidenten der Opel-Standorte abgezogen werden. “Alles andere wäre ein hoch risikoreicher Einsatz von Steuergeld“, erklärte der Wissenschaftler. “GM-Opel präsentiert sich alles andere als ein Unternehmen, das geordnete Strukturen besitzt, die Hoffnung auf Besserung geben könnte. Seit über zwölf Monaten schwimmt GM mit Opel entscheidungslos durch die Krise“, kritisierte er. Der Zustand von Opel-GM sei damit schlechter als vor zwölf Monaten.

Kritik von der Konkurrenz

Darüber täusche auch nicht die bessere Liquidität aufgrund der 76.568 zusätzlichen Neuwagen-Zulassungen in Deutschland in den ersten zehn Monaten dieses Jahres aufgrund der Abwrackprämie hinweg. Das Bild von Opel-GM sei aufgrund der staatliche Prämie künstlich verbessert. Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Dudenhöffer skeptisch: “Mit einem Opel-Sanierungskonzept und der Umsetzung wird kaum vor Frühjahr 2010 zu rechnen sein, da jetzt weitere Verhandlungen mit Regierungen, Betriebsräten, EU-Kommission anstehen.“

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Daimler-Chef Dieter Zetsche warnte indes vor Wettbewerbsverzerrungen. “Es sind im letzten Jahr von staatlicher Seite 90 Milliarden Euro in die Automobilindustrie geflossen. Das stellt einerseits eine massive Wettbewerbsverzerrung dar und steht andererseits in einer Vielzahl von Fällen einer sinnvollen und notwendigen Strukturanpassung im Weg“, sagte Zetsche der Oldenburger “Nordwest-Zeitung“ zufolge. Deshalb sei er “grundsätzlich kein Freund davon“, betonte der Manager und fügte demnach hinzu: “Und auch in diesem Fall ist es Sache von General Motors, die Zukunft von Opel positiv zu gestalten.“

AP

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