Auto-Exporte auf Rekordniveau

- Frankfurt/Main - Der Export deutscher Autos hat im September ein Rekordniveau erreicht. Mit 371 000 im Ausland abgesetzten Fahrzeugen sei die Vorjahreszahl um 15 Prozent übertroffen worden, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag in Frankfurt mit. In den ersten neun Monaten des Jahres stiegen damit die Exporte um zwei Prozent auf das Rekordergebnis von gut 2,8 Millionen Autos und kurbelten damit auch die deutsche Wirtschaft insgesamt an.

Die Neuzulassungen in Deutschland kletterten im September wie bereits berichtet um 3,5 Prozent auf 284 000 Fahrzeuge. Dabei konnten deutsche Marken ihren Anteil auf 72 Prozent ausbauen. Im Zeitraum von Januar bis September seien insgesamt 2,5 Millionen Neuzulassungen im Inland registriert worden - drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr peilt der Verband einen Absatz von 3,3 Millionen Pkw an. Nach der Stagnation der Vorjahre soll sich damit der leichte Aufwärtstrend von 2004 fortsetzen.

"Insbesondere mit ihrem breiten Angebot an Kraftstoff sparenden Diesel-Pkw haben die deutschen Hersteller deutliche Marktanteilsgewinne in vielen Ländern erzielt", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Bis August sei der Export von Diesel-Fahrzeugen nach Westeuropa um elf Prozent gestiegen - damit konnte der Marktanteil der Autos "Made in Germany" in diesem Segment auf rund 47 Prozent ausgeweitet werden.

Negativ hätten sich dagegen die Steuererhöhungsdiskussion vor der Bundestagswahl sowie der starke Anstieg der Ölpreise auf die Kaufbereitschaft der Verbraucher im September ausgewirkt. Die Bestellungen aus dem Inland seien daher um sechs Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurückgeblieben, obwohl in diesem Monat die Automesse IAA in Frankfurt Lust auf einen Neuwagenkauf machen sollte. Die Auslandsnachfrage legte dagegen im September um neun Prozent zu.

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