Autofahrer müssen so viel wie nie bezahlen

- München - Autofahrer in Deutschland haben im Juni so viel wie nie für eine Tankfüllung zahlen müssen. Der Preis stieg für Diesel und Benzin im Schnitt um zwei Cent pro Liter, wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) mitteilte. Ein Liter Super kam demnach auf durchschnittlich 1,217 Euro, ein Liter Diesel kostete im Schnitt an den Zapfsäulen 1,069 Euro. Der Verband machte dafür unter anderem die weiter anziehenden Rohölpreise verantwortlich. Auch beim Tanken in den meisten Urlaubsländern müssen der Autoreisende tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr.

Spitzenreiter in Europa sind die Niederlande, wo der Liter Benzin mit 1,40 Euro immerhin 16 Cent teurer ist als in Deutschland, wie der ADAC berichtete. Auch in Dänemark und Belgien liegen die Spritpreise über den deutschen, die sich mit durchschnittlich 1,24 Euro für Benzin und 1,09 Euro für den Liter Diesel im oberen Drittel in Europa befinden.Vor allem die Preise für Diesel haben laut ADAC kräftig angezogen. In der Schweiz und Ungarn ist der Treibstoff für den Selbstzünder sogar wenige Cent teurer als Benzin. In Dänemark ist Diesel mit 1,24 Euro mit weitem Abstand am teuersten. Am günstigsten können Urlauber derzeit in Spanien und Tschechien tanken. Auf der iberischen Halbinsel ist der Preis an den Zapfsäulen für Benzin mit 93 Cent und Diesel mit 86 Cent sogar im Vergleich zum Vorjahr um zwei bis drei Cent gesunken. In Tschechien blieben die Tiefpreise mit 92 Cent für Benzin und 89 Cent für Diesel konstant.Auf den Rohöl- und Produktionsmärkten mussten im Juni laut MWV Rekordpreise gezahlt werden. Der Liter Benzin verteuerte sich am Rotterdamer Markt im Monatsvergleich um knapp 15 Prozent auf 32,5 Cent und der Liter Diesel sogar um 17 Prozent auf 38,2 Cent. Dieser Anstieg konnte laut Branchenverband nur teilweise an die Autofahrer weitergegeben werden. Der Steueranteil am Benzinpreis aus Mineralöl- und Mehrwertsteuer belief sich im Juni auf 82,3 Cent pro Liter. Das waren 68 Prozent. Ohne Steuern hätte der Liter Superbenzin lediglich 39,4 Cent und Diesel 45,2 Cent gekostet.

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