Autohersteller: Absatz in Europa schwächelt

Brüssel - Der schwache Autoabsatz in Deutschland hat im November die europaweiten Zulassungen ins Minus gezogen. Insgesamt wurden 1,252 Millionen Autos neu zugelassen, 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Freitag in Brüssel.

Diese Gesamtzahlen gelten für die EU ohne Zypern und Malta sowie die EFTA-Staaten Norwegen, Schweiz, Island. ACEA bestätigte damit Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA), der am Donnerstagabend von einem Rückgang um ein Prozent auf gut 1,2 Millionen Pkw berichtet hatte.

Schlechter als der Markt entwickelte sich im September den Angaben zufolge die Volkswagen-Gruppe, die trotz eines Absatzrückgangs um 7,2 Prozent auf 255 825 Auto aber klar Marktführer blieb. Der Marktanteil ging von 21,8 auf 20,4 Prozent zurück. Damit blieb der Konzern aber deutlich vor dem französischen Konkurrenten PSA Peugeot Citroen, dessen Absatz um 2,1 Prozent zurückging und den Marktanteil von 12,6 auf 12,5 Prozent sinken ließe.

Bei der Marke Volkswagen selbst ging die Zulassungszahl um 7,8 Prozent auf 136 614 Neuwagen zurück, bei Audi um 6,9 Prozent auf 50 302 Autos und bei Seat um 6,8 Prozent auf 29 507 Neuzulassungen. Den geringsten Rückgang innerhalb des Konzerns verzeichnete die tschechische Tochter Skoda, die um 5,4 Prozent auf 39 165 Neuwagen nachgab.

Gegen den Trend zulegen konnte BMW, dessen Absatz einschließlich des Kleinwagens Mini um 16,6 auf 73 531 Neuwagen zulegte. Der Marktanteil stieg von 5,0 auf 5,9 Prozent. Dabei profitierte der Konzern vor allem vom Mini, von dem mit 12 878 Fahrzeugen 54 Prozent mehr verkauft wurden als ein Jahr zuvor. Die Marke BMW selbst erhöhte ihre Zulassungszahl um 10,9 Prozent auf 60 653 Neuwagen.

Auch Daimler profitierte von seinem Kleinwagen smart. Während die Zulassungszahl der Kleinwagenmarke um 36,4 Prozent auf 10 800 anstieg, ging sie bei der Marke Mercedes-Benz um 8,8 Prozent auf 59 800 Neuwagen zurück. Konzernweit lag der Europa-Absatz mit 70 600 Neuwagen 3,9 Prozent unter Vorjahresniveau, der Marktanteil sank von 5,8 auf 5,6 Prozent.

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