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PSA-Chef Carlos Tavares hatte kürzlich kritisiert, dass viele Strukturen bei Opel nicht schlank genug seien. Foto: Arne Dedert

Neue Modelle stützen

Autokonzern PSA wächst dank Opel-Übernahme kräftig

Paris (dpa) - Der französische Autobauer PSA hat im dritten Quartal dank der Übernahme von Opel ein starkes Wachstum verbucht.

Die Umsätze von Juli bis Ende September schnellten im Vergleich zum Vorjahr um 31,4 Prozent auf rund 15 Milliarden Euro nach oben, wie das Unternehmen mitteilte.

Der französische Hersteller hatte Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall zum 1. August für 1,3 Milliarden Euro vom US-Autobauer General Motors übernommen.

Doch auch ohne das zusätzliche Geschäft durch Opel konnten die Franzosen mit ihren Marken Peugeot, Citroën und DS die Erlöse im dritten Quartal um 11,6 Prozent steigern.

Dabei profitierte der Hersteller von neuen Modellen und legte beim Absatz und Marktanteil in wichtigen Regionen wie Europa, Teilen Asiens und Südamerika zu. Wie in Frankreich üblich und erlaubt, veröffentlichte PSA keine Gewinnzahlen für das dritte Quartal.

Im November wird ein erster Sanierungsplan für den seit Jahren defizitären Autobauer Opel erwartet - dieser soll 100 Tage nach der Übernahme im Sommer vorliegen.

PSA-Chef Carlos Tavares hatte kürzlich kritisiert, dass viele Strukturen bei Opel nicht schlank genug seien. Im Zuge der Übernahme kauft PSA gemeinsam mit der Großbank BNP Paribas auch die zugehörige Finanzierungssparte von GM, hier haben die Unternehmen aber noch keinen Vollzug gemeldet.

Erst am Dienstag hatte der französische Wettbewerber Renault ein starkes Wachstum berichtet. Besonders hoch war die Nachfrage in Amerika und Asien. Insgesamt stieg der Umsatz zwischen Juli und Ende September um 15,9 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.

Mitteilung zum Quartalsumsatz, Engl.

Mitteilung zur Opel-Übernahme, 1.8.2017, Engl.

Tavares-Kritik an Opel-Strukturen in der "Welt"

Renault-Quartalszahlen, Engl.

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