Auto-Leasing privat: Manchmal günstiger als abstottern

- Die wenigsten Neuwagenkäufer legen Geld bar auf den Tisch des Händlers. Sie finanzieren ihr Auto, oder sie schließen einen Leasingvertrag ab. Der Autobesitz auf Zeit ist inzwischen nicht nur für Unternehmen und Selbstständige interessant.

<P>Für Handwerker, Freiberufler und Unternehmen ist die Sache einfach:</P><P>Das Auto wird nicht gekauft. So wird weder Firmenkapital gebunden noch die Kreditlinie belastet. Die monatlichen Kosten können direkt als Betriebsausgaben abgesetzt werden.</P><P>Diese Vorteile hat der Privatkunde nicht, aber immerhin jeder fünfte nutzt Leasing als Finanzierungsform fürs Privatauto. Doch bei den Verträgen heißt es aufpassen. </P><P>Der Vorteil des Leasings: Man zahlt nur für die Nutzungsdauer einen anteiligen Preis fürs Auto: Mietsonderzahlung (ca. 20 %) und relativ niedrige Raten.</P><P>Der Nachteil: Leasing ist meist teurer als andere Finanzierungsformen - allerdings nicht immer.</P><P>Ein Vergleich für drei Fahrzeugmodelle:</P>Ein Audi A3 TDI war im Leasing günstiger - bei Anbieter ALD (www.ald.de) ergaben sich für drei Jahre Gesamtkosten von 15 100 Euro - fast 1500 Euro weniger als beim Hersteller-Leasing. Gegenüber einer klassischen Finanzierung bei der Audi-Bank ergab sich eine Ersparnis von rund 400 Euro, gegenüber einer Schlussratenfinanzierung betrug die Ersparnis fast 700 Euro. Für den Mercedes A140 ist die klassische Finanzierung über die Daimler-Chrysler-Bank mit 8365 Euro für drei Jahre günstiger als das preiswerteste Leasingangebot - und zwar um 450 Euro. Familienvan Opel Zafira: Die klassische Finanzierung der Opel-Bank liegt mit gut 8800 Euro rund 1800 Euro vor dem Sixt-Leasingangebot von 10 600 Euro.<P>Es lohnt sich, mehrere Finanzierungsformen und Anbieter durchzukalkulieren. </P><P>Wichtig: Bei den Angeboten der Hersteller-Banken und -Leasinggesellschaften sind keine Rabatte berücksichtigt. Kommt der Händler dem Kunden entgegen, so fällt das Leasing- oder Finanzierungspaket auch günstiger aus, weil der Kreditbetrag niedriger ist. Das kann dazu führen, dass das Pendel zu Gunsten der Hersteller-Banken oder Leasinggesellschaften ausschlägt. </P><P>Wer sich für Leasing entscheidet, sollte einem Vertrag auf Kilometerbasis den Vorzug geben. Bei der Abrechnung auf Basis des Restwerts kann es unangenehme Überraschungen geben, wenn der nach Ablauf des Vertrags an die Leasinggesellschaft zurückgegebene Wagen nicht mehr den vereinbarten Preis auf dem Gebrauchtwagenmarkt erzielt. Dann muss der Kunde nachzahlen. </P><P>Richtig teuer kann Leasing werden, wenn das Auto gestohlen oder total beschädigt wird. Denn die eigene Kasko- oder die gegnerische Haftpflichtversicherung ersetzt nur den Wiederbeschaffungswert. Der liegt wegen des hohen Wertverlustes im ersten Jahr deutlich unter dem Ablösewert des Leasingvertrags. Einzelne Leasingbanken - etwa BMW-Leasing - wälzen aber dieses Risiko nicht auf Kunden ab.<BR></P>

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