Automarkt bricht im August ein

Flensburg/Frankfurt am Main - Der Aufschwung am deutschen Automarkt stellt sich mehr und mehr als Strohfeuer heraus. Im August kamen 214 400 neue Autos auf die Straßen, das waren 10,4 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt- Bundesamt (KBA) mit.

Der Zuwachs für die ersten acht Monate des Jahres schmolz damit auf 1,7 Prozent zusammen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) führte das schwache August- Ergebnis auf zwei Arbeitstage weniger als im Vorjahr zurück. Die "enormen Belastungen an der Zapfsäule" und die anhaltende Verunsicherung der Autofahrer seien weitere Gründe für die schwächere Nachfrage nach Autos.

Wer sich im August einen Neuwagen kaufte, griff häufig zu einem kleineren Modell. Das Mini-Segment legte um 19 Prozent zu, die Kompakt-Klasse verlor dagegen mehr als zehn Prozent, blieb aber das größte Bereich des Automarktes. Der Absatz von Spritschluckenden Geländewagen fiel um mehr als 20 Prozent. Unter den Marken schlossen die ersten acht Monate zum Beispiel Daihatsu, Fiat, Nissan und smart mit Zuwächsen um die 25 Prozent besonders gut ab. Aber auch die deutschen Premium-Marken BMW und Mercedes sowie Marktführer VW entwickelten sich etwas besser als der Gesamtmarkt. Rückgänge gab es dagegen für Audi, Porsche und besonders für den jahrelangen Wachstumsstar Toyota, der 21 Prozent einbüßte.

Der Export konnte der deutschen Automobilindustrie im August keine zusätzlichen Impulse geben. Er lag mit 248 000 Personenwagen um fünf Prozent unter dem Vorjahr; für die ersten acht Monate ergibt sich damit kaum eine Veränderung. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz der deutschen Autoindustrie gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres laut VDA um knapp sieben Prozent auf 155 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz stieg um sechs Prozent auf 56 Milliarden Euro und der Auslandsumsatz um sieben Prozent auf 99 Milliarden Euro.

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