Automobilclub steigt in die Geburtshilfe ein

- München - Pannenhilfe, Stauberatung und Luftrettung - dafür ist Deutschlands größter Automobilclub bekannt. Als neuen Service will der ADAC demnächst Geburtshelfer auf Autobahnen bereit halten. Da werden sich die knapp vier Millionen Frauen unter den 14,81 Millionen Mitgliedern beim Allgemeinen Deutschen Automobil-Club noch besser aufgehoben fühlen. "Und wir haben noch weitere Pläne", sagte Peter Meyer, Präsident des eingetragenen Vereins, in München bei der Vorstellung der Bilanz.

<P>So wolle der ADAC überprüfen, über welche Fähigkeiten - etwa Reifen- und Zündkerzenwechsel oder Starthilfe - der deutsche Durchschnittsautofahrer verfüge. Der Arbeitstitel dieses Projektes lautet "Pisa für Autofahrer" Meyer vermutete, dass viele Autofahrer die vor langer Zeit ihren Führerschein bestanden haben, nicht alle neuen Verkehrsregeln und -zeichen ausreichend kennen würden. </P><P>Zudem fordert der ADAC ein Gütesiegel für Busse, ein Seminar für die Unternehmer und ein praktisches Training für die Fahrer, um die Sicherheit von Busreisen zu erhöhen. Neben den schon bekannten Tests von Tunnel und Fähren will der ADAC mit seinen europäischen Partnerclubs auch Baustellen und Autoreisezüge unter die Lupe nehmen. Meyer kritisierte, dass die italienischen Behörden und Betreiber bei dem letzten großen Tunneltest den Zugang verweigerten.<BR><BR>Aufgrund der stärkeren Inanspruchnahme der Leistungen durch die Mitglieder und der auch allgemein gestiegenen Kosten wird der ADAC erstmals seit 12 Jahren seine Beiträge erhöhen. Ab September kostet die normale Mitgliedschaft 44 statt bisher 37,84 Euro und die Plusmitgliedschaft 78 statt 71,07 Euro. Die Partner-Mitgliedschaft sinkt dagegen von 18,92 auf 16 Euro. <BR><BR>"Unsere Rendite ist die Mitgliederzufriedenheit", sagte Meyer. Deshalb und aufgrund der hohen Rücklagen sieht er den für 2004 erwarteten Verlust in zweistelliger Millionenhöhe auch sehr gelassen und erwartet 2005 wieder Gewinn. Der Jahresüberschuss 2003 sei von 10 auf eine Million Euro gesunken. Alle Gesellschaften des ADAC zusammen setzen etwa 1,4 Milliarden Euro im Jahr um. Meyer betonte, dass der ADAC kein gemeinnütziger Verein ist. Die ADAC-Luftrettung GmbH sei die einzige gemeinnützige Tochter.<BR><BR></P>

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