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Produziert auf Halde: Die US-Autobauer bleiben auf zahlreichen unverkäuflichen Fahrzeugen sitzen.

Autoindustrie

Auto-Zar soll US-Hersteller überwachen

Washington - US-Kongress und Weißes Haus wollen den ums Überleben kämpfenden amerikanischen Autoherstellern mit etwa 15 Milliarden Dollar eine Atempause bis zum Frühjahr 2009 verschaffen.

nsgesamt wollten die "Großen Drei" - General Motors (GM), Chrysler und Ford - bis Ende kommenden Jahres 34 Milliarden Dollar. GM und Chrysler hatten bei den Kongressanhörungen betont, dass sie ohne kurzfristige Finanzhilfen in Höhe von rund 15 Milliarden Dollar ihren laufenden Zahlungen nicht mehr nachkommen könnten. Im Kongress gibt es Befürchtungen, dass noch weitere Forderungen kommen könnten.

Der Durchbruch zum Rettungpaket war möglich geworden, nachdem die Demokraten - auch angesichts der alarmierend gestiegenen Arbeitslosigkeit in den USA - ihren Widerstand gegen die Finanzierung der Überbrückungskredite aus einem Programm zur Entwicklung sparsamerer Autos aufgegeben hatten.

Ob dieser Druchbruch die Giganten retten kann, ist umstritten. Der diesjährige Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman glaubt nicht daran. Der Professor von der US-Universität Princeton und Autor sagte, mit dem in Washington geplanten Rettungspaket würden wahrscheinlich nur "zwei Monate Zeit gekauft". Was danach geschehen könne, wisse er nicht. Da die Probleme der führenden US-Autounternehmen aber nicht nur durch die Finanzprobleme, sondern auch strukturell bedingt seien, würden die betroffenen Konzerne am Ende aber wohl verschwinden.

In den Verhandlungen zwischen Kongress, Weißem Haus und den Parteien ging es am Wochenende vor allem um die Details und die staatliche Aufsicht über das Hilfsprogramm. Mit einer endgültigen Einigung wurde in Washington bis spätestens Dienstag gerechnet.

Umstritten war bis zuletzt die Frage, ob es im Handelsministerium einen "Auto-Zar" geben soll, der die von den Autofirmen versprochene Sanierung überwachen soll, berichtete das "Wall Street Journal". Vor allem das Weiße Haus unter Noch-Präsident George W. Bush besteht auf die sofortige Schaffung einer solchen Kontrollinstanz, die aber auch über die Verwendung der kurzfristigen Rettungsgelder mitbestimmen können müsse.

Auch Demokraten befürworten laut der Zeitung die staatliche Kontrolle, möchten sie aber erst besetzen, nachdem der designierte Präsident Barack Obama - am 20. Januar - Bush abgelöst hat. Der Kongress will sicherstellen, dass die Autofirmen im Falle einer staatlichen Hilfe, ihre Absicht aufgeben, vor Gericht gegen neue Abgas- und Umweltschutzbestimmungen Kaliforniens und 15 anderer Bundesstaaten vorzugehen.

Der designierte US-Präsident Barack Obama rechnet trotz aller Hilfsprogramme zunächst mit einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage in den USA. "Es gibt keine schnellen oder einfachen Lösungen für diese Krise, die in vielen Jahren gemacht wurde, und es wird wahrscheinlich schlimmer werden, bevor es besser wird", hatte er am Freitag betont. Manche Experten befürchten, dass es die schlimmste und längste Rezession in den USA seit dem Zweiten Weltkrieg wird.

ap/dpa

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