Avcraft: Weitere 40 Mitarbeiter müssen gehen

- Oberpfaffenhofen/Weilheim - Die Gläubiger des insolventen Flugzeugbauers Avcraft haben kaum eine Chance, ihr Geld wiederzusehen. "Es ist unwahrscheinlich, dass es eine Quote gibt", sagte Insolvenzverwalter Martin Prager. Damit müssen die Gläubiger womöglich komplett auf ihre Forderungen verzichten. Der US-Konzern Avcraft hatte nach der Pleite von Fairchild Dornier im April 2002 das 328-Jet-Programm aus der Insolvenzmasse übernommen.

Die deutsche Avcraft-Tochter ging dann aber selbst pleite.Prager informierte auf einer Gläubigerversammlung über die Lage. Dabei musste der Insolvenzverwalter einen weiteren Stellenabbau verkünden. Die Zahl der Beschäftigten werde nochmals um gut 40 Stellen auf 144 Beschäftigte sinken, bestätigte Prager. Einst waren es in dem Unternehmen 345 Mitarbeiter. Für die verbliebenen Stellen sieht der Insolvenzverwalter aber noch Chancen. Derzeit seien diese noch mit einem Wartungs- und Umbau-Auftrag der dänischen Sun-Air beschäftigt. Zudem steht Prager weiterhin in Verhandlungen mit potenziellen Investoren. Vor der Weilheimer Stadthalle, wo die Gläubigerversammlung stattfand, demonstrierten rund 50 Mitarbeiter von Avcraft. "Erhaltet die Arbeitsplätze" forderten sie auf Plakaten.Der Bau des Regionalflugzeugs 328 von Fairchild-Dornier in Oberpfaffenhofen war das Kerngeschäft des letzten deutschen Herstellers kompletter Verkehrsflugzeuge.

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