AvCraft-Insolvenzverfahren eröffnet

- Oberpfaffenhofen - Drei Monate nach der Pleite des Flugzeugbauers AvCraft in Oberpfaffenhofen ist das Insolvenzverfahren am Mittwoch offiziell eröffnet worden. Insolvenzverwalter Martin Prager hat die Hoffnung auf eine Rettung des traditionsreichen Flugzeugbaus in Deutschland aber noch nicht aufgegeben. "Wir verhandeln mit mehreren Interessenten", sagte er am Mittwoch der dpa in München. Für den Juni sei die Finanzierung der noch 190 verbliebenen Beschäftigten gesichert. Es gebe Aufträge für die Überholung von vier gebrauchten Flugzeugen.

Der US-Konzern AvCraft hatte nach der Pleite von Fairchild Dornier im April 2002 das 328Jet-Programm aus der Insolvenzmasse übernommen. Fairchild Dornier war der letzte deutsche Hersteller kompletter Verkehrsflugzeuge. Der Bau des Regionalflugzeugs 328 war das Kerngeschäft. Daneben gab es noch das ehrgeizige 728Jet-Programm, dessen hohe Entwicklungskosten Fairchild Dornier das Genick brachen. Das 728Jet-Programm wurde nach der Fairchild-Dornier-Pleite von chinesischen Investoren übernommen, die aber bereits im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden mussten.<BR><BR>Nach dem Insolvenzantrag musste ein großer Teil der AvCraftMitarbeiter gehen. Anfangs hatte das Unternehmen 345 Beschäftigte. Für die verbliebenen hofft Insolvenzverwalter Prager noch auf eine Zukunft. "Es ist kein einfaches Verfahren. Ich bin aber nicht so weit, dass ich aufgebe."

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