Aventis-Rettung: Zieht Novartis sich zurück?

- Paris - Der Schweizer Pharma-Konzern Novartis sieht angesichts der ablehnenden Haltung der französischen Regierung kaum mehr Chancen für eine Übernahme des deutsch-französischen Konkurrenten Aventis. "Es gibt leider nur minimale Hoffnung, dass sich der Horizont lichtet", sagte der Novartis-Chef Daniel Vasella der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos".

<P>Wenn die Regierung in Paris nicht ihre Neutralität in dieser Frage zusichere, "dann verzichten wir auf unser Projekt einer Annäherung an Aventis", erklärte Vasella.<BR><BR>Der Aventis-Aufsichtsrat soll nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" schon am 2. April zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen kommen und eine Grundsatzentscheidung zur möglichen Fusion mit Novartis fällen. Bisher gebe es noch keine einheitliche Linie im Aufsichtsrat, berichtete die Zeitung. Vor allem die französischen Arbeitnehmervertreter würden die feindliche Übernahme durch den Pariser Konkurrenten Sanofi-Synthé´labo favorisieren.</P><P> In der vorigen Woche hatte sich der französische Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin in den Übernahmekampf um Aventis eingeschaltet. Der Besitz von Mitteln gegen den Bioterrorismus sei von nationalem Interesse, sagte er mit Hinweis auf die Impfstoffsparte von Aventis. </P>

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