Schnee-Chaos: Störungen auf der Stammstrecke

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Carsten Maschmeyer und seine Partnerin Veronica Ferres.

AWD-Gründer Maschmeyer schmeißt hin

München - Nach heftiger Kritik an seiner Person beendet der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer seine Arbeit beim Schweizer Lebensversicherer Swiss Life. Er will den "unberechtigten Angriffen" damit den Boden entziehen.

Der Gründer des Finanzvertriebs AWD verlässt den Verwaltungsrat und verkauft zugleich einen großen Teil seiner Aktien, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. “Ich möchte mit diesem Entschluss den unberechtigten Angriffen auf meine Person und auf AWD den Boden entziehen“, sagte Maschmeyer zur Begründung.

Die Praktiken des Finanzunternehmens waren in der Vergangenheit immer wieder kritisiert worden. Zuletzt wurde vor zwei Wochen bekannt, dass die Wiener Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf betrügerische Falschberatung gegen AWD ermittelt. Das Unternehmen selbst wies den Vorwurf zurück.

Verkauf bringt 60 Millionen Euro

Maschmeyer besitzt rund fünf Prozent der Swiss-Life-Aktien, nachdem AWD vor dreieinhalb Jahren an den Schweizer Lebensversicherer verkauft wurde. Nun will Maschmeyer diesen Anteil auf unter drei Prozent senken. Durch den Verkauf erhält er nach Berechnung der “Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) 60 Millionen Euro.

AWD drohen nach Informationen des Radiosenders NDR und des ARD-Magazins “Panorama“ Rückforderungen von Kunden in dreistelliger Millionenhöhe. Das Unternehmen soll über eine Tochterfirma überhöhte Provisionen für Fondsgeschäfte kassiert haben. Beim Verkauf geschlossener Fonds in der Zeit um den Börsengang im Jahr 2000 seien mehr als 15 Prozent an Provision genommen worden. Darüber hätte AWD seine Kunden aufklären müssen, berichteten NDR und “Panorama“.

dapd

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