Babbel steigt in den Markt mit Sprachreisen ein. Foto: Babbel

Mehr Potenzial als Lern-App

Babbel steigt ins Geschäft mit Sprachreisen ein

Berlin (dpa) - Die Sprachlern-App Babbel weitet ihr Geschäft auf Sprachreisen aus. Das Berliner Start-up übernahm dafür den Anbieter LingoVentura.

Babbel habe selbst Überlegungen für den Bereich gehabt und durch den Zukauf 18 Monate Zeit gewonnen, weil man ansonsten ein ähnliches Produkt im eigenen Haus entwickelt hätte, sagte Mitgründer und Chef Markus Witte der dpa. "Wenn man ins Land fährt, einen menschlichen Lehrer hat, ist das die bessere Art zu lernen. Dagegen wird eine App nicht ankommen."

Babbel werde nach der Übernahme kein "aggressives Marketing" für Reisen in der App machen, versicherte Witte. "Es wird eine gewisse Integration der Reisebuchungen geben, aber es ist eine Lern-App und kein Marketing-Instrument." Eine langfristige Frage sei, wie man das Lernprogramm der App und der Sprachschulen näher zusammenbringen könnte. Zugleich sei der Sprachreisen-Markt insgesamt größer als der App-Markt und daher sei auch nicht ausgeschlossen, dass Sprachreisen für Babbel zu einem größeren Geschäft als die Lern-App werden.

Babbel nennt zwar weiterhin keine Nutzerzahlen, erklärte aber, dass die USA mit einer Millionen neuer Abos in diesem Jahr zum am schnellsten wachsenden Markt geworden seien. Die Kunden seien vor allem Amerikaner, die Spanisch sowie andere europäische Sprachen lernten, sagte die Chefin des US-Geschäfts Julie Hansen. Zugleich verfolge Babbel weiter langfristig den Plan, zur der App zu werden, mit der in den USA lebende Lateinamerikaner Englisch lernen.

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