Bäcker: Preise trotz hoher Kosten stabil

- München - Bayerns Verbraucher müssen sich zunächst nicht auf höhere Preise für Brot und Semmeln einstellen. Wegen der Konjunkturschwäche sieht das Bäckerhandwerk noch keinen Spielraum für Preiserhöhungen. "Wir können manche notwendige Anpassung nicht vornehmen", sagte Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger. Die Verbraucher hätten immer weniger Geld in der Tasche, das wirke sich auf den Konsum aus. Auch die Umsätze blieben 2002 mit 2,3 Milliarden Euro etwa auf Vorjahresniveau.

Die Zahl handwerklicher Bäckereien verringerte sich im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent auf 3632 Betriebe zum Ende vergangenen Jahres. Grund dafür sei auch ein Konzentrationsprozess gewesen, sagte Traublinger: Während die Zahl der Bäckereien mit bis zu 250 000 Euro Jahresumsatz um mehr als ein Drittel abnahm, erwirtschaften nun mehr Betriebe Umsätze zwischen 250 000 und 750 000 Euro.<BR><BR>Traublinger verteidigte zudem mit scharfen Worten den Meisterbrief. Neben der Ausbildungsqualität gewährleiste er auch die betriebswirtschaftliche Eignung der Inhaber. Von Meistern geführte Betriebe könnten sich wesentlich besser am Markt behaupten als andere, sagte der Landungsinnungsmeister. Den Meisterbrief abwerten zu wollen, sei ein "Affront gegen das gesamte Handwerk".

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