Bäckerhandwerk rechnet mit Preisanstieg bei Brot

Berlin - Die Bäcker rechnen wegen der höheren Getreide- und Milchpreise damit, dass Brot und Backwaren in Deutschland teurer werden. "Die steigenden Getreidepreise schlagen mittlerweile bei den Betrieben ganz massiv durch".

Dies sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Eberhard Groebel, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Die teurere Butter erhöhe den Druck zusätzlich. "Die Betriebe werden in dieser Situation aufgrund des harten Wettbewerbs und ohne große Kapitalreserven auf jeden Fall darauf angewiesen sein, die Ertragslage zu stabilisieren", sagte Groebel.

Einen so drastischen Preisruck wie bei Milchprodukten erwartet das Bäckerhandwerk jedoch bei Brot, Brötchen und Croissant nicht. ""Das ist absolut illusorisch und wäre der Situation nicht angemessen", sagte Groebel. Ein solches Ausmaß sei wegen der großen Konkurrenz im Bäckerhandwerk eher unwahrscheinlich.

"Der knochenharte Wettbewerb bei Brot und Backwaren macht es den Betrieben unglaublich schwer, Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen", sagte der Hauptgeschäftsführer. Besonders die kleineren Betriebe seien wegen des hohen Mehlpreises und der starken Konkurrenz unter Druck geraten.

Der Milchindustrie-Verband hatte für Milchprodukte einen Preisschub von bis zu 50 Prozent angekündigt. Der Preis für ein Päckchen Butter war in manchen Discountern und Supermärkten seit dem Wochenende von 79 Cent auf bis zu 1,19 Euro geklettert. Die Preise sind nach Ansicht des Bäckerhandwerks auch eine Qualitätsfrage. "Qualität kostet Geld", sagte Groebel. Die Bäcker würden die Butter nach seiner Einschätzung trotz des höheren Preises nicht ersetzen, weil dies zu Geschmackseinbußen führen würde.

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