Bären kehren in ihre Höhlen zurück

- München - Die Sonne strahlt wieder am Börsenhimmel und die steigenden Aktienkurse trieben die Bären in ihre Höhlen zurück. Nach mehr als drei Jahren Tristesse können sich die Aktieninvestoren endlich wieder über Gewinne freuen.

<P>Zwar wird der aktuelle Kursanstieg nicht von vielen Fundamentaldaten nachhaltig gestützt, die Bilanz für das erste Halbjahr 2003 sieht trotzdem erfreulich aus. </P><P>Die Angst vor einem politischen Flächenbrand im Nahen Osten trieb den Dax im März auf ein Tief von knapp 2200 Zählern. Die Entmachtung Saddam Husseins, der stark gefallene Ölpreis und die Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung gaben den Aktien weiteren Auftrieb und ließen den Dax in wenigen Wochen um mehr als 40 Prozent steigen. </P><P>Der Start des neu geschaffenen Tec-Dax kann sich sehen lassen: Seit dem 24. März legte er um mehr als 25 % zu und ließ in diese Zeit sogar sein amerikanisches Pendant, den Nasdaq-Index hinter sich. Im Durchschnitt konnten die deutschen Aktien seit Jahresanfang geringfügig zulegen, der Dax gewann seit der Neujahrsnacht um 13 Prozent auf 3230 Zähler. Grund zum Jubeln haben all diejenigen, die zum Jahresbeginn Freenet- oder Teles-Aktien in ihr Depot gewählt haben. Die in keinem großen Index angesiedelten Werte legten 550 % bzw. 300 % zu.</P><P>Im Schnitt liefen die deutschen Aktien deutlich besser als die europäischen Blue-Chips. Der Euro Stoxx 50 konnte ebenso wie der Stoxx 50 nur wenige Prozentpunkte gewinnen. Der Überflieger aus dem Euro Stoxx 50 war die Alcatel-Aktie, die ihren Wert seit Jahresbeginn verdoppeln konnte. </P><P>In Amerika scheint sich nach dem Ende des Irak-Krieges wieder der lang ersehnte Aufschwung abzuzeichnen. Während aber der Dow gerade mal 4 % über seinem Stand zu Jahresbeginn steht, feierte die Technologiebörse Nasdaq mit einem Plus von knapp 20 % ihren großen Auftritt. Neben den Technologietiteln waren in den USA vor allem Konsum-, und Finanzwerte auf der Gewinnerliste. <BR>Positive Konjunkturdaten und eine wieder steigende Landeswährung lassen in Argentinien die Hoffnung aufkeimen, dass die große Krise der letzten Jahre nun bald überstanden ist. </P><P>Ebenfalls knapp 50 % konnte der RTX-Index in Moskau zulegen und mit dieser hervorragenden Performance an die glänzende Bilanz der letzten Jahre anknüpfen. Gut im Rennen lagen auch die meisten der Aktienmärkte, die von der EU-Erweiterung direkt profitieren wie Polen oder Ungarn, aber auch indirekte Profiteure wie die Türkei standen auf der Gewinnerseite. Enttäuschend lief bisher der japanische Markt, wo der Nikkei nur knapp über seinem Stand zum Jahresbeginn notiert.<BR></P>

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