Stuttgart: Gericht will Diesel-Fahrverbot ab Januar

Stuttgart: Gericht will Diesel-Fahrverbot ab Januar
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Schlafwagen im Berliner Hauptbahnhof: Die Bahn hält trotz Kritik daran fest, ihre Nachtzüge im Dezember aufs Abstellgleis zu fahren. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Das war's!

Bahn bleibt hart: Letzter Nachtzug im Dezember

Berlin - Im Liegewagen durch die Nacht - mit der Deutschen Bahn soll das bald nicht mehr möglich sein. Nachtzug-Freunde hoffen auf Hilfe der Politik. Möglicherweise kommt Abhilfe aber auch aus dem Ausland.

Die Deutsche Bahn hält trotz Kritik daran fest, ihre Nachtzüge im Dezember aufs Abstellgleis zu fahren. "Ab Fahrplanwechsel werden alle bisherigen Linien des klassischen Nachtzugverkehrs in einem Schritt eingestellt", teilte eine Sprecherin mit.

Tausende Freunde des nächtlichen Reisens wollen das nicht hinnehmen: Mehr als 14.000 Menschen haben sich im Internet einer Petition angeschlossen, Nachtzüge und auch die Autozüge zu erhalten.

"Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden", sagte Mit-Initiator Joachim Holstein der Deutschen Presse-Agentur vor Ablauf der Aktion. Am 31. Mai werde die Petition in Berlin dem Verkehrsausschuss des Bundestags übergeben, der sich für den Erhalt einsetzen soll. "Werden Nacht- und Autozüge abgeschafft, bedeutet das mehr Verkehr auf der Straße und mehr Kurz- und Mittelstreckenflüge", lautet die Kritik.

Nachdem schon zahlreiche Linien eingestellt worden waren, hatte der bundeseigene Konzern mit seinem Konzept "Zukunft Bahn" im Dezember das endgültige Aus für die Nachtzüge für Ende 2016 bekannt gegeben. Stattdessen sollen nachts mehr ICE-Züge fahren. Zudem laufen Verhandlungen mit den Österreichischen Bundesbahnen, die schon jetzt klassische Nachtzüge von Wien nach Düsseldorf und Hamburg unterhält und weitere Verbindungen in Deutschland anbieten möchte.

"Das Nachtzuggeschäft ist ein Nischengeschäft", heißt es bei der Bahn. Seit Jahre gebe es Verluste. Bei einem Ertrag von rund 90 Millionen Euro seien es im vergangenen Jahr etwa 31 Millionen Euro Minus gewesen. Die meisten Züge seien mehr als 40 Jahre alt und bräuchten erhebliche Investitionen. Ähnlich argumentiert die Bahn bei Autozügen, von denen der letzte schon Ende Oktober fahren soll.

dpa

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