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Kommende Woche drohen wieder Warnstreiks im Bahnverkehr.

Bahn erhöht Angebot nicht - erneut Warnstreiks?

Frankfurt/Main - Im Tarifstreit bei der Bahn hat das Unternehmen ein höheres Angebot vom geschäftlichen Erfolg abhängig gemacht. Somit drohen für die kommende Woche wieder Warnstreiks im Fernverkehr.

Nach der am Freitag bei der vierten Verhandlungsrunde in Frankfurt vorgelegten Offerte sollen ein weiteres Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 500 Euro nur gezahlt werden, wenn die Bahn ihren Rekordgewinn aus dem Jahr 2008 wiederholen kann. Ansonsten blieb es bei den angebotenen Tarifstufen von jeweils einem Prozent für die Jahre 2009 und 2010.

Die Vertreter aller drei Bahngewerkschaften reagierten enttäuscht auf das von DB-Personalvorstand Norbert Hansen vorgelegte Angebot. "Das ist ein Witz, dass der Arbeitgeber uns von einem besseren Angebot nur träumen lässt", sagte GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel. Sein Tarifpartner Alexander Kirchner von Transnet meinte, man werde die Brocken hinwerfen, wenn die Bahn weiter "Klein-Klein" spielen wolle.

In der kommenden Woche könnten die Gewerkschaften erneut zu Warnstreiks aufrufen, deren erste Runde bereits am Donnerstag Teile des Bahnverkehrs in Deutschland behindert hatte. Transnet und GDBA haben für rund 130 000 Beschäftigte 10 Prozent mehr Geld und bessere Einsatzplanungen verlangt. Die Friedenspflicht endet am Samstag.

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Der Chef der kleinen Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, zeigte sich enttäuscht von dem Angebot, das die Abschlussrunde schwer belaste. Die GDL bestehe auf einer Laufzeit von 12 Monaten und gehe weiterhin von einer Inflationsrate von 2,6 Prozent als Berechnungsgrundlage für die Erhöhungen aus. Die Bahn hatte ihre Ein-Prozent-Schritte als Inflationsausgleich bezeichnet.

"Auch bei der Arbeitszeit haben wir keine Fortschritte erzielt", sagte Weselsky. Die Bahn sei nicht in der Lage, ihren Lokführern zwölf freie Wochenenden im Jahr zu garantieren. Nichts bewegt habe sich zudem in der Frage der Qualifizierung der Lokführer, sagte der GDL-Chef. Die GDL verlangt für die 12 000 tarifgebundenen Lokführer 6,5 Prozent höhere Gehälter.

dpa

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