34,7 Prozent teurer in neun Jahren

Schon wieder: Bahn erhöht die Fahrpreise

Berlin - Zugfahren wird ab Sonntag teurer. Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember erhöht die Deutsche Bahn die Preise für ihre Fahrscheine. Seit 2003 steigen die Kosten für Tickets im Fernverkehr um satte 34,7 Prozent.

Die Tickets werden im Durchschnitt um 2,8 Prozent teurer. Das bundeseigene Unternehmen hatte dies bei der Ankündigung im September vor allem mit gestiegenen Strompreisen begründet. Verbraucherschützer kritisierten, die Kunden müssten mehr bezahlen, bekämen aber keine bessere Leistung. Die Bahn will mit dem Fahrplanwechsel freitags und sonntags auf einigen Strecken mehr Fernzüge einsetzen. So sollen Wochenendpendlern auf besonders stark genutzten Verbindungen mehr Sitzplätze angeboten werden.

15 Bahn-Preiserhöhungen seit 1994

Die Deutsche Bahn erhöht die Fahrpreise am 9. Dezember zum fünfzehnten Mal seit ihrer Gründung Anfang 1994. Bis 1999 gab es Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Das Ost-Niveau wurde schrittweise dem des Westens angeglichen. Seit Ende 2003 hat die Bahn die Preise im Regional- und Fernverkehr teils in verschiedenen Schritten angehoben. In den neun Jahren bis Ende 2012 wurden Fernstrecken um 34,7 Prozent teurer, Regionalstrecken um 35,4 Prozent.

Preisbeispiele für Bahnfahrten ab 9. Dezember

Beispiele für die einfache Fahrt im Fernverkehr mit ICE, ohne Ermäßigungen, zweite Klasse:

Frankfurt/Main-Mannheim: bisher 27 Euro, künftig 28 Euro (+ 3,7 Prozent)

Stuttgart-München: bisher 54 Euro, künftig 55 Euro (+ 1,9 Prozent) - Hamburg-München oder Berlin-Freiburg: bisher 135 Euro, künftig 139 Euro (+ 3,0 Prozent)

Beispiele für die einfache Fahrt im Regionalverkehr:

Schweinfurt-Haßfurt (24 Kilometer): bisher 5,50 Euro, künftig 5,70 Euro (+ 3,6 Prozent)

Heilbronn-Stuttgart (53 Kilometer): bisher 11,10 Euro, künftig 11,40 Euro (+ 2,7 Prozent)

Stuttgart-Ulm (94 Kilometer): bisher 18,10 Euro, künftig 18,60 Euro (+ 2,8 Prozent) - Hildesheim-Magdeburg (127 Kilometer): bisher 23,30 Euro, künftig 24,00 Euro (+ 3,0 Prozent)

dpa

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