Unwetterwarnung für München und das Umland 

Unwetterwarnung für München und das Umland 
ARCHIV - Ein Vier-Sterne-Linienbus der Eurolines Deutschland GmbH mit Ziel Prag steht am 28.04.2010 auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Berlin.

Bahn fordert Spielregeln für Fernbus-Freigabe

Berlin - Die Bahn fordert feste Spielregeln für die geplante Freigabe innerdeutscher Fernbuslinien. "Zu diskutieren ist auch eine Mautpflicht für Fernbusse", heißt es in einem Positionspapier.

Der bundeseigene Konzern ist selbst der größte deutsche Busbetreiber. Grundsätzlich sei ein ergänzendes Busnetz zum Fernverkehr auf der Schiene sinnvoll. Bestimmte Punkte müssten aber geregelt werden. Schon genehmigte Angebote sollten einen Bestandsschutz erhalten, da Firmen in Fahrzeuge, Betriebsstätten und Personal investiert hätten. Die Behörden, die meist auf Landesebene für Genehmigungen zuständig sind, müssten zudem darauf achten, dass Fahrpläne veröffentlicht und eingehalten würden. Die schwarz-gelbe Bundesregierung will den bisher gesetzlich beschränkten Fernlinienverkehr mit Bussen liberalisieren.

Nach Angaben von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sind die gesetzlichen Grundlagen derzeit in Vorbereitung. Union und FDP haben im Koalitionsvertrag vereinbart, Fernbusse als günstigere Alternative zu Fernzügen zuzulassen. Über das Ausmaß der Liberalisierung wird diskutiert. Denkbar ist eine völlige oder eine begrenzte Freigabe, bei der pro Strecke nur wenige Betreiber Lizenzen erhielten. Die Beschränkungen sollten einst den Aufbau der Eisenbahnen schützen.

Die Bahn spricht sich nun für Verpflichtungen aus, Fernbus-Angebote über eine gewisse Dauer zu sichern. Wettbewerber, die nur bei Bedarf führen und ihre Leistungen jederzeit wieder einstellen könnten, gefährdeten auch die wirtschaftliche Basis von Angeboten im Nahverkehr. Über eine Autobahngebühr für Busse sei zu diskutieren, da im Vergleich der Verkehrsträger Wettbewerbsverzerrungen abgebaut werden sollten. Der Verkehrsclub Deutschland hat ebenfalls gefordert, Fernbusse in ein Mautsystem einzubinden, da Züge Trassengebühren zahlten. Ramsauer hat aber klargemacht, dass er davon nichts hält.

Die Deutsche Bahn ist mit jährlich rund 800 Millionen Fahrgästen der bundesweit größte Busanbieter. Zur Flotte gehören 13 400 Busse, davon 4800 eigene. Der Konzern betreibt auch Fernbuslinien von und nach Berlin, das zu Mauerzeiten von den allgemeinen Beschränkungen ausgenommen wurde.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bahn verkauft Strom an Privatkunden
Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn verkauft künftig Strom an Privatkunden und hat dabei vor allem ihre Fahrgäste im Blick. "Wir beherrschen die Strombeschaffung und die …
Bahn verkauft Strom an Privatkunden
Kursrutsch an der Wall Street zieht Dax ins Minus
Frankfurt/Main (dpa) - Der jüngste Kursrutsch an der Wall Street hat auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Leitindex Dax weitete seine Vortagesverluste aus und …
Kursrutsch an der Wall Street zieht Dax ins Minus
Rekordstrafe für Google: Sternstunden der EU
Die Milliarden-Strafe gegen Google ist eine Sternstunde der Europäischen Union. Wenn Unternehmen Märkte dominieren, muss es eine so mächtige Instanz geben. Ein Kommentar …
Rekordstrafe für Google: Sternstunden der EU
Euro klettert auf höchsten Stand seit einem Jahr
Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht. Zuletzt kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1379 US-Dollar.
Euro klettert auf höchsten Stand seit einem Jahr

Kommentare