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Die Bahngewerkschaft EVG macht vor der vierten Tarifrunde Druck. 

Auch GDL verhandelt

Bahn-Gewerkschaft EVG: Warnstreiks kommende Woche?

Berlin - Die Bahngewerkschaft EVG macht vor der vierten Tarifrunde mit dem Konzern am Donnerstag Druck und droht mit Warnstreiks bei der Deutschen Bahn in der kommenden Woche.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) dringt auf einen Abschluss am heutigen Donnerstag und hat bereits mit Warnstreiks gedroht. Dazu werde sie aufrufen, sofern in der vierten Tarifrunde am (heutigen) Donnerstag kein Abschluss erreicht werde, sagte EVG-Bundesgeschäftsführer Torsten Westphal vor Verhandlungsbeginn in Berlin. „Wir sind gut vorbereitet und können kurzfristig mobilisieren“, fügte er hinzu.

Mehrere Hundert Bahnmitarbeiter wollen heute in Berlin für ihre Forderungen in den Tarifverhandlungen mit dem bundeseigenen Konzern demonstrieren. Die Verhandlungen für rund 150 000 Beschäftigte der Deutschen Bahn gehen am frühen Nachmittag in die vierte Runde.

Die EVG fordert 4,5 Prozent mehr Geld - plus 2,5 Prozent, die die Arbeitnehmer auch gegen sechs Tage mehr Urlaub oder eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit eintauschen können. Die Bahn erklärte sich grundsätzlich bereit, sich auf ein solches Wahlmodell im Wert von 2,5 Prozent einzulassen. Zudem bot sie 1,5 Prozent mehr Geld plus 0,2 Prozent für höheren Zusatzurlaub für Nachtarbeiter sowie einmalig 375 Euro - bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 27 Monaten.

Das von der Bahn dazu angebotene Wahlmodell sei viel zu kompliziert, kritisierte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Die Gewerkschaft wolle zudem eine kürzere Vertragslaufzeit als die von der Bahn angestrebten 27 Monate. Schließlich müssten auch für die Mitarbeiter der Dienstleistungstöchter DB Services und DB Sicherheit dieselben Tarifregeln gelten wie für alle anderen Eisenbahner.

Die Bahn will für diese Mitarbeiter nach eigenen Angaben eine Einkommenserhöhung in gleichen Eurobeträgen statt in Prozent. So solle verhindert werden, dass die erheblichen Entgelt-Unterschiede zwischen Ost- und West-Bundesländern noch größer werden, hieß es.

dpa

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