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Weniger Kameras, dafür mehr Personal - so lautet das neue Sicherheitskonzept der Bahn.

Für besseres Sicherheitsgefühl

Bahn setzt auf Personal statt auf Kameras

Berlin - Für ein besseres Sicherheitsgefühl in Bahnhöfen und Zügen will die Deutsche Bahn auf Personal statt Überwachungskameras setzen.

 „Wir haben eine ganze Menge Kameras - rund 6500 - aber eine Kamera kann nicht eingreifen und helfen“, sagte der Leiter der Konzernsicherheit, Gerd Neubeck, am Montag in Berlin. Während sich die objektive Sicherheitslage auf den Bahnhöfen zuletzt deutlich verbessert habe, sei bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl geblieben. An den Orten, an denen sich die Reisenden besonders unsicher fühlten, wolle die Bahn daher gezielt Personal einsetzen, aber auch für mehr Licht und Sauberkeit sorgen.

„Wir haben vor, Sicherheitskräfte zu bestimmten Gelegenheiten mit signalfarbenen Westen besser sichtbar zu machen“, kündigte Neubeck an. Außerdem sollten sie aktiver auf die Menschen zugehen. Dabei sei die Bahn aber vorsichtig, nicht übers Ziel hinauszuschießen. „Zu viele Sicherheitskräfte können auch das Gegenteil bewirken und ein Gefühl der Unsicherheit erzeugen.“

Im vergangenen Jahr wurden laut Neubeck rund 1700 Fälle von Körperverletzung bei der Bahn registriert. Das sei bei 7,5 Millionen Reisenden täglich eine „verschwindend geringe Zahl“ und mache die Bahn sicherer als viele andere öffentliche Räume. Jährlich investiert die Bahn rund 160 Millionen Euro in die Sicherheit, rund 3700 Security-Kräfte sind im Einsatz.

dpa

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